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    Lennart Rott

    Erfahrungsbericht zum Auslandssemester an der Tongji SEM/dem CDHK in Shanghai, China  

    Ich hatte die Möglichkeit, im Sommersemester 2025 ein Auslandssemester an der Tongji Universität zu verbringen und möchte im Folgenden ein paar Eindrücke und Tipps zur Uni und zu meinen interkulturellen Erfahrungen schildern. Zu meiner studientechnischen Einordnung: Ich studiere im Master Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Bau an der Technischen Universität Braunschweig und war zum Zeitpunkt meines Aufenthalts im dritten Fachsemester.

    Vorbereitung und Planung

    Der Bewerbungsprozess startete durch die Abgabe meiner Top-3-Wünsche für ein Übersee- Auslandssemester an der TU Braunschweig Mitte November 2023, wobei ich die Tongji Universität Shanghai auf Platz 1 gerankt habe. Das Auswahlgespräch fand mit der zuständigen Koordinatorin für die Übersee-Auslandssemester und dem Programmkoordinator Non & Dual Degrees Dr.-Ing. Weijun Lu statt und ich bekam die Zusage für das Auslandssemester Anfang 2024. Gegen Mitte/Ende 2024 startete die Nominierung an der Tongji SEM und im November 2024 bekam ich die offizielle Zusage von der Tongji University.

    Nachdem ich die Zusage der Tongji-Universität bekommen hatte, wurden mir der Admission Letter sowie das Visa Application Form ausgestellt. Mit diesen Unterlagen und den auf der Webseite der chinesischen Behörde genannten Dokumenten habe ich den Visumantrag auf der offiziellen Website gestellt. Nach der Prüfung der Dokumente konnte ich den Visumsantrag vor Ort im Visumcenter in Hamburg stellen. Nach einer Woche war das Visum ausgestellt und ich konnte meinen Reisepass wieder abholen. Grundsätzlich wird zwischen einem X1- und einem X2-Visum unterschieden. Das X2- Visum gilt für Aufenthalte bis zu 180 Tagen und war für uns relevant.

    Zur Vorbereitung wurden uns im Vorfeld einige Dokumente zur Verfügung gestellt, die unter anderem Adressen zur Wohnungssuche enthielten. Für die Wohnungssuche gibt es die Möglichkeit, kostengünstig im International Student Dorm einen Platz zu bekommen. Hierbei teilt man sich zu zweit ein Zimmer und häufig auch mit einem weiteren deutschen Austauschstudenten. Uns konnte im Vorfeld in diesem Semester nicht gewährleistet werden, dass wir einen Platz im Student Dorm erhalten werden, weshalb ich versuchte, außerhalb des Campus ein WG-Zimmer zu suchen. Durch einen Kontakt eines anderen CDHK-Studenten bekamen wir die WeChat-Adresse einer Wohnungsvermittlerin, über die wir in Uninähe ein WG-Zimmer in einer 4er-WG erhalten konnten.

    Preis-leistungstechnisch waren auf jeden Fall die „Studentenhotels“ am ansprechendsten, die auch in den im Vorfeld zur Verfügung gestellten Unterlagen aufgelistet waren. Leider waren die Buchungsprozesse im Vorfeld sehr unübersichtlich, weshalb ich davon abgesehen habe. Man hat aber für ca. 500 € eine Art Hotelzimmer in einem „International Student Hotel“ bekommen, in dem man für die Zeit alleine und sehr modern gewohnt hat. Meine Empfehlung ist es daher, die erste Woche über trip.com ein Hotelzimmer im baseLITE Huangxing Serviced Apartment zu buchen und vor Ort währenddessen diese Student Hotels für die Langzeitmiete anzufragen. Das war meines Wissens ohne Probleme möglich, auch wenn auf verschiedenen Internetseiten solche Unterkünfte schon als ausgebucht angezeigt wurden. Dieses „Hotel“ war ziemlich zentral gelegen und von der Uni auch gut mit dem Fahrrad erreichbar.

    Bei Fragen aller Art war auch die vom CDHK zuständige Koordinatorin Frau LIU Xin eine sehr hilfreiche und liebenswerte Ansprechperson. Frau Liu hat alle Fragen sehr schnell beantwortet und war eine sehr große Hilfe im gesamten Prozess - vor allem auch nach der Ankunft vor Ort und der Organisation der Prozesse an der Uni.

    Ein sehr bedeutsamer Punkt für meinen Aufenthalt war auch die finanzielle Förderung durch ein Stipendium des CDHK, für das ich sehr dankbar bin. Mitte Januar 2025 hatte ich die Zusage für diese Förderung erhalten, und dadurch, dass keine finanzielle Förderung durch die eigene Universität zugesichert wurde, hat mir dies viele Dinge erleichtert.

    Fachliche Eindrücke

    Mein Semester an der SEM der Tongji startete am 24.02.2025 und endete offiziell am 04.07.2025. Die Liste zur Kurswahl bekam ich Anfang/Mitte Januar 2025 von der SEM-International-Koordinatorin der Tongji. Die offizielle Wahl der Kurse an der SEM startete am 10.02. und endete am 21.02. Die Kursliste der SEM enthielt verschiedene Kurse im Bereich der Wirtschaftswissenschaften, von denen ich die Kurse Leadership and Organizational Behavior in China, Strategic Management and Entrepreneurship, Urban and Real Estate Development in China und Academic Lectures gewählt habe.

    Im Anschluss und zu Beginn des Semesters hatte ich aber auch noch die Gelegenheit, verschiedene interkulturelle Kurse vom CDHK in Anspruch zu nehmen. Dabei habe ich mich für die Fächer „China im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne (Innovation)“ und „Mit dem Küchengott unterwegs: Eine Einführung in Chinas Kulinarikultur“ entschieden. Das Zusammenspiel der wirtschaftswissenschaftlichen Kurse und der dazu ergänzenden interkulturellen Kurse macht die Erfahrung am CDHK einzigartig und sorgt für ein zusätzliches „Über-den-Tellerrand-Schauen“.

    Insgesamt würde ich die fachliche Ausbildung in den Kursen an der SEM als eine doch sehr andere Erfahrung als an den deutschen Universitäten beschreiben. Kurse sind nicht mit dem Ziel aufgebaut, am Ende des Semesters eine große Abschlussklausur zu schreiben, sondern das System ist eher auf Projektarbeiten und Abschlusspräsentationen ausgelegt. Dadurch kommt man etwas besser mit den anderen International Students in den Kursen der SEM in Kontakt und kann dadurch einige Kontakte knüpfen.

    Ebenfalls wurde durch das CDHK ein Buddy vermittelt, den man im Vorfeld bzw. zu Beginn des Semesters per WeChat kontaktieren konnte. Das war auch eine super Möglichkeit, um sich zurechtzufinden, und man konnte alle Fragen loswerden, die aufkamen. Ich war mit meinem Buddy über das gesamte Semester in Kontakt, und wir haben oft gemeimsam gegessen bzw. etwas unternommen.

    Interkulturelle Erfahrungen

    Die interkulturellen Erfahrungen, die man innerhalb dieses Semesters macht, sind wirklich einzigartig und mit anderen Auslandssemestern nicht zu vergleichen. Die Stadt Shanghai ist sehr besonders und nicht die typische laute, unübersichtliche Stadt, wie man es sich vielleicht im ersten Moment vorstellt. Insgesamt habe ich mich sehr gut innerhalb der großen Metropole zurecht gefunden, was auf jeden Fall auch auf die sehr innovative Weise des Lebens in China zurückzuführen ist. Die Koordination vor Ort, das Einkaufen in Supermärkten, Restaurants, Malls und alle weiteren zum Leben benötigten Dinge sind innerhalb weniger Apps auf dem Handy geregelt. Diese zentrale und einfache Koordination hat einem das Leben vor Ort wirklich sehr einfach gemacht.

    Die Navigation ließ sich sehr einfach über Apple Maps oder alternativ über AMaps durchführen. Bestellen und Bezahlen in Restaurants wurde durch die Apps Alipay und WeChat sehr einfach abgewickelt - dabei kam es zu keinem Zeitpunkt zu einer Sprachbarriere, da alles über QR-Codes bestellt und bezahlt wurde. Auch die Tickets für die ausgezeichnete Metro vor Ort wurden in den beiden Apps koordiniert. Das Buchen von Veranstaltungen und Unternehmungen konnte ebenfalls in den beiden Apps durchgeführt werden. Diese beeindruckende Innovation, was das alltägliche Leben betrifft, ist international kaum zu vergleichen.

    Auch die Struktur des Campus der Tongji ist besonders und kennt man so nicht von Universitäten in Deutschland. Der Campus der Tongji-Universität ist sehr weitläufig und bietet neben Wohnheimen und Hörsaalgebäuden auch zahlreiche weitere Einrichtungen. Dazu zählen mehrere Mensen, eine Bibliothek, Sportanlagen, eine Laufstrecke, ein Schwimmbad, ein Fitnessstudio, kleine Supermärkte sowie Souvenirshops der Universität. Außerdem gibt es eine Vielzahl an studentischen Clubs, bei denen man sich anmelden kann, was eines meiner Highlights des Semesters darstellt.

    Ich habe mich für die Fußball-Mannschaft der SEM angemeldet und konnte dabei Teil eines tollen Teams sein. Das Anmelden war nicht ganz einfach, da bloß drei internationale Spieler Teil des Teams sein konnten und man sich, um an solchen studentischen Vereinen teilnehmen zu können, bei der Organisation sehr ins Zeug legen musste. Über Kontakte habe ich den WeChat-Account eines Mitspielers und im Anschluss auch des Team-Organisators bekommen. Über diese beiden Kontakte konnte ich dann Teil des Teams werden. Wir haben gegen die anderen Studienbereiche der Universität in einem Turniersystem gespielt. Innerhalb der Gruppenphase im Wintersemester wurden die ersten Spiele durchgeführt und ich konnte im Sommersemester in der K.-o.-Phase beginnend mit dem Achtelfinale teilnehmen. Wöchentlich wurden dann die K.-o.-Spiele gespielt. Am Ende waren wir im Team der SEM dann so gut, dass wir das Finale gegen das Civil Engineering Department gewinnen konnten.

    Diese einzigartige Gelegenheit, seinen Vereinssport aus Deutschland mit anderen internationalen und natürlich den chinesischen Studenten in einem relativ professionell organisierten Turnier fortzuführen und auf so viele nette, aufgeschlossene Leute zu treffen, ist wirklich sehr einzigartig. Dazu ist aber zu sagen, dass es zu Beginn ein großer Aufwand war, das Team und die Möglichkeit der Teilnahme zu finden. Trotzdem waren alle Personen, denen man in diesem Prozess per WeChat geschrieben hat, äußerst aufgeschlossen und haben einem sehr nett weitergeholfen, was ich so auch noch nicht erlebt habe. Ich habe nie ein „Nein, das geht nicht.“ als Antwort bekommen, sondern konnte immer an allen Sachen teilnehmen, zu denen ich Lust hatte. Die Aufgeschlossenheit der Leute ist wirklich einmalig und das wusste ich sehr wertzuschätzen. Aber es bedarf auch des „Auf-die-Leute-Zugehens“ und den ersten Schritt zur Kontaktaufnahme zu machen.

    Empfehlungen für zukünftige Studierende

    Vorweg kann ich jedem nur empfehlen, diesen Schritt in ein sehr fremdes Land mit einer ganz anderen Kultur zu wagen. Die Menschen sind äußerst freundlich und ich habe zu keinem Zeitpunkt das Gefühl von Abneigung oder Ähnlichem gespürt. Wie schon beschrieben, war es für mich sehr besonders zu sehen, wie aufgeschlossen und freundlich die Leute vor Ort waren. Ich habe immer Hilfe bekommen, wenn ich danach gefragt habe – Und das ist auch schon mein größter Tipp an alle, die ein Auslandssemester in Erwägung ziehen. Das wichtigsten ist es aufgeschlossen zu sein und auf die

    Leute zuzugehen Wenn man etwas unternehmen oder machen möchte, kann man immer einfach nachfragen.

    Man muss schon sagen, dass die meisten dort lebenden Personen eher schüchtern sind und teilweise die Kommunikation auf Englisch etwas schwierig war. Jedoch liegt es meines Erachtens an einem selbst, ob man gut mit den Leuten in Kontakt kommt. Man braucht vor diesem Schritt auf keinen Fall Angst zu haben und kann immer mit Hilfe und einer freundlichen Antwort rechnen.

    Diese Aufgeschlossenheit und Freundlichkeit der Leute, gepaart mit dem innovativen Leben in einem sehr weit fortentwickelten Land, waren die Punkte, die dieses Auslandssemester sehr besonders gemacht haben.

    Lennart Rott
    TU Braunschweig, 2025




    Leon Sandforth

    Erfahrungsbericht - Auslandssemester Tongji University

    Kontext

    Hallo da draußen!

    Ich bin Leon und war im Wintersemester 2024/25 im Rahmen eines Auslandssemesters an der Tongji-Uni, genauer auf dem Campus im Stadtteil Jiading. Untergebracht war ich im Guoyu Hotel zur Dauermiete, gemeinsam mit einigen anderen deutschen Studenten. Entgegen einem üblichen Auslandssemester habe ich keine Vorle- sungen besucht, sondern meine Forschungsarbeit (Pflichtmodul in meinem Studiengang, 15 ECTS, 3-6Monate Zeit) dort geschrieben. Um das einzufädeln, habe ich im Februar 2024 (d.h. 9 Monate vor Beginn) viele Professoren und Doktoranden der Tongji via Mail kontaktiert und nach einem Thema & Betreuung gebeten. DieE-Mail-Adressen habe ich jeweils von den Homepages der Institute der Tongji bekommen (v.A. Institutefor Automotive Studies & Institute for Mechanical Engineering). Nach vielen Absagen (oder gar keinen Antworten) habe ich dann doch ein Angebot bekommen, das ich dann an meiner Uni-Stuttgart einem fachlich passenden Betreuer/Professor vorgestellt habe. Nach viel organisatorischem Hick-Hack stand Thema &Be- treuung! Infolgedessen war ich alle 2 Wochen in Absprache mit meinem Betreuer aus Stuttgart, sowie instän-digem Austausch mit dem Doktoranden vor Ort. Thema war „Empirical Modeling of the Electrical Contact Resistance of High-Current Busbar Connections of EV Batteries”, d.h. viele Tests im Labor und viel Zeit in  der Bibliothek zur Auswertung & Modellierung. Dieser Bericht hat nicht die Absicht, ein vollständiger Ratgeber für ein Semester an der Tongji zu sein, sondern viel eher authentische Einblicke zugeben.

    Events & Highlights

    • Marathon in Shanghai (01.12.2024)

    • Heimat & Familie von Partnerstudent besucht (Fengjie, unweit von Chongqing)

    • Wandern auf Mount Emei (3000m, bei Chengdu) mit Freunden von der Jiao Tong Uni

    • Surfen auf Hainan um die Weihnachtszeit mit Freunden von der Jiao Tong Uni

    • Harbin mit eigener Familie (Ice Festival Harbin)

    • Sonstige besuchte Städte: Shenzhen, Hong Kong, Beijing, Suzhou, Chongqing

    Sprachbarriere & Vorbereitung

    Ich hatte im Voraus einen Einsteigerkurs zur chinesischen Kultur & Sprache an der Uni-Stuttgart belegt– ehrlicherweise nicht verkehrt, aber auch nicht notwendig. Die Sprachbarriere ist generell weitaus höher als ich  erwartet hatte, sogar an der Uni sprechen die Studenten häufig schlechtes Englisch–imöffentlichen Raum meist gar nicht. Das ist aber nur ein begrenzt praktisches Problem, da aufgrund von vorbildlich ausgebautem  Mobilfunknetz fast immer die Möglichkeit besteht, mit eine Übersetzerapp auf dem Handy zu agieren. Ich würde Folgendes raten:


    Ungefilterte persönliche Eindrücke

    Im Folgenden findet sich meine persönliche Liste von Notizen aus meinem Handy, die ich während meiner Zeit in China gesammelt habe (Reihenfolge chronologisch, d.h. die ersten Notizen sind mir früher aufgefallen). Diese Punkte spiegeln subjektive Momentaufnahmen wider und sind nicht als allgemeingültige Bewertung zu verstehen:

    Hohe Sicherheit in der Öffentlichkeit // Simplizität ÖPNV // Geringe Kosten ÖPNV // Freundlichkeit der Menschen // Pragmatismus (auch durch nicht vorhandenen Datenschutz, z.B. durch Integration Alipay/WeChat) // Hohe Nulllinie der Arbeitsstunden pro Woche (Bibliothek schließt sonntags 22:30, bis dahin gefüllt!) // Öffent- licher Diskurs: Keine freie Meinungsbildung durch Zensur von politischem Content bedeutet gleichzeitig eine weniger polarisierte Gesellschaft? // Saubere öffentliche Toiletten an jeder U-Bahn // Wasserspender in Bahn- höfen und Flughäfen // Lange Öffnungszeiten von Supermärkten // Geringe Kosten von Restaurants // Gesund aussehende Menschen (wenig Übergewicht, saubere Haut & gerade Rücken) // Wenig Zucker // Pareto-Prin- zip-Arbeitsweise ziemlich populär (konträr zu deutscher Ingenieursmentalität) // Keine Kleinkriminalität // Gegenteil von Multi Kulti, hier haben alle eine große kulturelle Überschneidung // Kaum Touristen und Mig- ration aus anderen Ländern // Überwachung: Konzept „Invisible Box“: Überwachung normalerweise wenig dramatisch, solange gesetzestreu

    Was geblieben ist

    Ich habe mich mit meinem Partnerstudent (war freiwillig, genannt „Buddy Programme“, unbedingt anmelden!) in dem halben Jahr sehr gut angefreundet, sogar seine Familie im Landesinnern besucht und bis heute regel- mäßig Kontakt (wir haben erst diese Woche telefoniert). So eine Art von Freundschaft ist ohne ein derartiges Austauschprogramm annähernd unmöglich zu erreichen und kulturell persönlich äußerst wertvoll. Nach dem Semester vor Ort hat mich das Land ausreichend gepackt, um hier in Deutschland wieder ein Sprachkurs am Konfuzius-Institut zu besuchen. Darüber hinaus habe ich die Absicht, nach Abschluss meiner Masterarbeit wieder nach China zu kommen, um dort als Berufseinsteiger bei einem speziellen deutschen Autobauer zu starten. Ob das funktioniert, wird sich zeigen müssen - aber die ersten Vorstöße sind in Gange. Ich denke, dieses Fazit ist genug Bestätigung dafür, dass China es wert ist, um dort einen Auslandsaufenthalt in Angriff zu nehmen. Nehmt den Mut in die Hand und erkundet die Welt!

    Leon Sandforth

    M. Sc. Elektromobilität @ Uni Stuttgart

    12/2025




    Noel Hertlein

    Erfahrungsbericht zum Studium an der Tongji UniversitätShanghai

    Ich absolviere derzeit den Doppelmaster in Kooperation zwischen derTechnischen Universität Berlin und der Tongji Universität in Shanghai. An der TU Berlinstudiere ich Wirtschaftsingenieurwesen, während ich an der Tongji Universität imStudiengang Corporate Management eingeschrieben bin. Mein Studium in China findet ander School of Economics and Management statt und ich habe inzwischen nahezumein erstes Semesterabgeschlossen.

    Der fachliche Fokus meines Aufenthalts liegt klar auf Managementund wirtschaftsnahen Inhalten, die eine sehr sinnvolle Ergänzung zu meinemtechnisch geprägten Studium in Berlin darstellen. Besonders spannend empfinde ichdie internationale Ausrichtung der Kurse sowie die starke Praxisorientierungvieler Module. Der Unterricht unterscheidet sich deutlich vom deutschenHochschulsystem.In fast allen Kursen besteht Anwesenheitspflicht und der Leistungsnachweissetztsich aus zahlreichen Abgaben, Präsentationen und Gruppenarbeitenzusammen.

    Dadurch ist der Arbeitsaufwand über das gesamte Semester verteilt, was dazuführt,dass die klassische stressige Klausurenphase am Ende des Semestersdeutlich entschärftist.

    Ein besonders interessanter Unterschied ist der sehr offene und aktive UmgangmitKünstlicher Intelligenz im Studium. Die Nutzung von KI Tools wird nicht nurerlaubt,sondern teilweise ausdrücklich erwartet. Dadurch verändert sich auch die Artund Weise,wieAssignmentsbearbeitetwerden.DerFokusliegtwenigeraufreinerWissensreproduktion, sondern stärker auf Analyse, Strukturierung undkritischer Einordnung von Ergebnissen. Diese Herangehensweise empfinde ich alssehr zeitgemäß undlehrreich.

    Auch außerhalb des Hörsaals ist der Aufenthalt in Shanghai eineaußergewöhnliche Erfahrung. Shanghai ist eine extrem beeindruckende Stadt, die sich invielen Aspekten stark von deutschen Städten unterscheidet. Das Stadtbild istdeutlich digitaler, der Alltag wirkt sehr effizient und gleichzeitig erstaunlich ruhig, wasunter anderem an der großen Anzahl von Elektroautos und Elektrorollern liegt. Einweiterer großer Unterschied ist das soziale Leben. Man verbringt sehr viel Zeit außerhalbder eigenen Wohnung, da es unzählige Restaurants gibt und Essen im Vergleichzu Deutschland sehr preiswert ist. Selbstverständliches Kochen zu Hause spielteine deutlich geringereRolle.

    Ich lebe auf dem Campus der Tongji Universität, was das Erleben deschinesischen Campuslebens besonders intensiv macht. Im Vergleich zur TU Berlin ist derCampus in Shanghai ein geschlossener Raum, zu dem nur Studierende undregistrierte Besucher Zugang haben. Das gesamte tägliche Leben findet innerhalbdieses Campus statt. Wohnen, Lernen, Essen, Sport und Freizeitaktivitäten sindräumlich eng miteinanderverbunden.

    Das Wohnen auf dem Campus für Internationals erfolgt in Wohnheimen, zu zweitpro Zimmer. Das bedeutet weniger Privatsphäre, ist jedoch eine sehrkostengünstige Wohnoption in einer ansonsten teuren Stadt wie Shanghai. Gleichzeitig fördertdiese Wohnform den sozialen Austausch enorm, was gerade am Anfang perfekt ist, umneue Leute kennenzulernen. Auf dem Tongji Campus gibt es zahlreiche Mensenund Essensangebote, die ganztägig geöffnet sind und als zentrale sozialeTreffpunkte dienen. Studierende kochen nur seltenselbst.

    Ein wichtiger Punkt, den ich zukünftigen Studierenden besonders ans Herzlegen möchte,istdasReiseninnerhalbChinas.Chinaisteinriesigesundextremvielfältiges Land und man hat es nicht wirklich kennengelernt, wennman ausschließlich in Shanghai bleibt. Die Universität und insbesondere dasCDHKorganisieren mehrmals pro Semester gemeinsame Reisen, die teilweisefastkostenlos sind. Diese Angebote sind eine hervorragende Möglichkeit, dasLand kennenzulernen und gleichzeitig andere Studierende besser zuvernetzen.

    Die Betreuung an der Tongji Universität ist insgesamt sehr gut.Besonders hervorheben möchte ich die Unterstützung durch das CDHK. Beiorganisatorischen,akademischen oder alltäglichen Fragen erhält man schnell und zuverlässigHilfe.

    Frau Liu Xin ist dabei eine besonders große Unterstützung und stetsansprechbar.

    Auch wenn mein Aufenthalt noch lange nicht abgeschlossen ist, habe ich bereitsjetztdas Gefühl, mich sowohl fachlich als auch persönlich enorm weiterentwickeltzu haben. Man wird im Studium und im Alltag regelmäßig vorHerausforderungen gestellt, sei es organisatorisch, kulturell oder sprachlich. Bislang waren jedochalle diese Herausforderungen lösbar. Die Offenheit, Hilfsbereitschaft und Neugierder chinesischen Studierenden und der Menschen im Alltag haben mir den Einstiegsehr erleichtert.

    Ein weiterer klarer Tipp ist das Lernen der chinesischen Sprache.Bereits grundlegende Sprachkenntnisse bereichern den Aufenthalt enorm undermöglichen ganz andere Begegnungen im Alltag. Auch wenn viele Abläufe digital undintuitiv sind, öffnet die Sprache viele zusätzlicheTüren.

    Abschließend einige praktische Empfehlungen für die Vorbereitung. Es istsehr wichtig, WeChat und Alipay bereits vor der Abreise einzurichten, da diese Appsim Alltag unverzichtbar sind. Ein funktionierender VPN Zugang ist ebenfallsessenziell.Zudem lohnt es sich, nicht zu viel einzupacken, da man vor Ort sehr vielesgünstig kaufen kann. Generell sollte man sich nicht zu viel Stress machen. China istein äußerst spannendes, modernes und gut organisiertes Land und insbesonderein Shanghai findet man sich dank der starken Digitalisierung sehr schnellzurecht.


    Noel Hertlein  
    Technischen Universität Berlin



    Daniel Schömer

    Chinas Wirtschaft: Entwicklung seit der Reform- und Öffnungspolitik

    Erfahrungsbericht von Daniel Schömer

    Das CDHK bietet deutschen Studierenden die Möglichkeit, an einer großen Bandbreite landeskundlicher Seminare für Chinakompetenz teilzunehmen. Mit dem nachfolgenden Bericht zum Kompetenzkurs „Chinas Wirtschaft: Entwicklung seit der Reform- und Öffnungspolitik“ möchte ich anderen Studierenden einen Überblick über Inhalt und Ablauf geben, sowie einige meiner persönlichen Eindrücke von der Lehrveranstaltung vermitteln.

    1

    Lerninhalt, Aufwand und Bewertung: Die Lehrveranstaltung wird findet im wöchentlichen Turnus über einen Zeitraum von sechs Wochen statt und wird von Frau Dr. ZHU Yufang gehalten. Der Kurs umfasst Vorlesungen, Diskussionen, Gastvorträge und eine Exkursion und behandelt, wie der Titel bereit erahnen lässt, aktuelle Themen zu Chinas Wirtschaft und Gesellschaft seit Gründung der Volksrepublik im Jahr 1949. Die Prüfungsleistung setzt sich aus einer Gruppenpräsentation zu einem vorgegebenen wirtschaftlichen Thema (30%), einem Exkursionsbericht (10%) und einer Semesterarbeit (60%) zusammen. Der Arbeitsaufwand wird mit 2 ECTS bewertet.

    Mein persönlicher Eindruck:

    Obwohl dem CDHK-Wahlpflichtprogramm entsprechend ein Chinakompetenz- und ein Sprachkurs für Studierenden zu belegen ist, kann ich jedem nur empfehlen, sofern es der Stundenplan zulässt, so viele Kompetenzkurse und Blockveranstaltungen wie möglich zu belegen, darunter den bereits erwähnten Kurs „Chinas Wirtschaft“. Der Unterricht ist keine reine Vorlesung, sondern eine dialogisch aufgebaute Veranstaltung bestehend aus Vorlesung und Gastvorträgen namhafter Unternehmenspersönlichen und Vertretern aus der Wirtschaft, die aus erster Hand ihre wertvollen persönlichen Eindrucke aus deutscher und chinesischer Perspektive dem Studierenden näher bringen. Frau Dr. ZHU ist sehr engagiert und stets bemüht, auf die Bedürfnisse der Studierenden einzugehen und legt viel Wert auf Präsentationen und lebhafte Diskussionen. Der Kurs ist wie folgt aufgebaut: In den ersten beiden Sitzungen gibt Frau Dr. ZHU einen Überblick über die Thematik, zudem werden Referatsgruppen festgelegt und hierfür Themen vergeben. In den einzelnen Sitzungen wird den Studierenden zunächst eine Einführung zum spezifischen Thema gegeben, worauf dann die Gruppenpräsentation folgt. Im Wintersemester 2019/20 wurden unter anderem folgende interessante Themen erörtert:

    1. Wirtschaftssystem und politökonomische Transformation Chinas seit 1949

    2. Wirtschaftliche Grundinformationen und aktuelle Themen

    3. Bevölkerung und demographischer Wandel

    4. Auswärtige Wirtschaft

    5. Chinesisch-deutsche Wirtschaftsbeziehungen

    6. Umwelt und Energie

    7. Industrie und Innovation

    8. Digitalisierung

    9. China 20252

    Der Arbeitsaufwand ist für 2 ECTS angemessen und gut zu bewältigen. Anstelle einer Abschlussklausur wird ein Exkursionsbericht und eine kurze Semesterarbeit geschrieben, wobei die Notenvergabe insgesamt sehr fair ist. Der Kurs ist nicht nur wegen seines Inhalts zu empfehlen, sondern auch aufgrund der Möglichkeit, an Exkursionen teilzunehmen. Im Wintersemester 2019/20 ging es für die Studierenden zum „German-Centre Shangai for Industrie and Trade“ – eine absolute Empfehlung meinerseits.

    Fazit: Einer der besten Kurse, der umfangreiches Wissen über Chinas Wirtschaft und Gesellschaft auf lebhafte Weise vermittelt. Er ist damit ein Muss für jeden, der im späteren Berufsleben mit China mit zu tun hat – was meiner Meinung nach in Zukunft nahezu jeden betrifft.

    Tipp: Rechtzeitig über die Kurse informieren und so früh wie möglich für die gewünschte Veranstaltung anmelden, da Plätze begrenzt sind.


    Maik Stubbe

    Eine Reise durch Dreitausend Jahre

    WeChat Image_20190418140211Sengende Wüsten und endlose Reisterrassen, heruntergekommene Wohnviertel und schillernde Wolkenkratzer, sozialistische Propaganda und florierende Marktwirtschaft. China scheint auf den ersten Blick wie ein Widerspruch in sich. Und tatsächlich vereint das einwohnerreichste Land der Welt  Kontraste in sich, die nicht einmal auf einem kompletten Kontinent wie Europa derart verschieden sind. Wer China erleben möchte, muss sich daher nicht nur auf eine Reise durch ein riesiges Land einstellen, sondern auch auf eine Reise durch dutzende von Kulturen, Klimazonen und Sprachen, und allem voran auf eine Reise durch über Dreitausend Jahre Geschichte. [ . . . ]

                                                                                                                                         Maik Stubbe,                                                                                                                                                                           Shanghai den 14.04.2019


    Deniz Kutlu

     

    Deniz Kutlu„Meine Zeit in Shanghai war in der Tat sehr interessant und erlebnisreich. Im Nachhinein betrachtet kann ich mit Gewissheit sagen, dass es die beste Entscheidung meines Lebens gewesen ist, ein Auslandssemester am CDHK zu verbringen. Ich hatte die Gelegenheit, in die reiche Kultur Chinas einzutauchen, in einer aufregenden und hochmodernen Metropole wie Shanghai zu leben und viele neue Freunde an der Tongji-Universität kennenzulernen. Insgesamt hat dieser Aufenthalt mich sowohl fachlich als auch menschlich bereichert. Ich habe wertvolle Eindrücke und Erfahrungen gewonnen, die ich nicht missen möchte.
    …Es gibt absolut nichts auszusetzen. Ich kann allen meinen Kommilitonen/-innen ausdrücklich empfehlen, die Chance auf ein Auslandsstudium am CDHK der Tongji-Universität zu nutzen!“

    Deniz Kutlu, Ruhr-Universität Bochum


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