Archiv des CDHK

20.05.2010
Delegationsbesuch der Atlantik-Brücke e. V. am CDHK
Podiumsdiskussion zu „Chinas neuem Selbstbewusstsein“

Im Rahmen eines Study Trips besuchte eine Delegation der Atlantik-Brücke e. V. am 15. Mai das Chinesisch-Deutsche Hochschulkolleg. Bereits zum sechsten Mal diskutierte dabei die Delegation, bestehend aus Bundestagsabgeordneten, Vertretern der deutschen Wirtschaft und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, mit Studierenden des CDHK. Thema der diesjährigen Podiumsdiskussion war das neue Selbstbewusstsein Chinas im politischen Dialog mit den USA und Europa.

Die Beiträge der Hauptredner Prof. Dr. Mei Zhaorong, früherer chinesischer Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland, und Dr. Jari Grosse-Ruyken, Vizedirektor des CDHK, inspirierten ebenso wie die Impulsreferate von Mitgliedern der Atlantik-Brücke e. V. – Delegation (Hendrik Borggreve, Henri Bouvatier, Dr. Rupert Hengster, Torsten Oltmanns, Dr. Jörg Wissdorf). Äuβerst lebhaft debattierten im Anschluss chinesische und deutsche Studierende, Wissenschaftler, Journalisten und Wirtschaftsvertreter über Stellung und Rolle Chinas in der internationalen Gemeinschaft.

Es wurde von einem „gerechtfertigten“ Selbstbewusstsein Chinas gesprochen, das in der gigantischen wirtschaftlichen Entwicklung, aber auch in der geschichtlichen Hegemonialstellung des Landes begründet liegt. Übereinstimmend sprachen sich die Seminarteilnehmer für einen intensiveren Austausch zwischen Vertretern Chinas, der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union aus. Gegenseitiges Verständnis sei eine wichtige Grundvoraussetzung für einen vertrauensvollen, multilateralen Dialog; vor allem in Hinblick auf die gemeinsame Begegnung globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Energiepolitik und Armutsbekämpfung.
 
„The sky is the limit“: Mit diesen Worten forderte Dr. Dr. Walther Leisler Kiep, Ehrenvorsitzender der Atlantik-Brücke e.V., am Ende der 3-stündigen Podiumsdiskussion die chinesischen Studenten auf, ihre Ziele und Träume leidenschaftlich und selbstbewusst zu verfolgen. Und Dr. Jari Grosse-Ruyken ergänzte, dass gerade das CDHK als transnationaler Wissenschaftsraum der geeignete Ort sei, um eigene Standpunkte und Visionen zu entwickeln und umzusetzen.

Die Eingangsworte von Thomas Awe, Leiter des Auslandsbüro Shanghai der KAS, „ein gutes Gespräch sei nie beendbar“ behielten am Ende der spannenden Diskussion ihre Richtigkeit: Das gute Gespräch der Podiumsdiskussion blieb tatsächlich nicht beendbar – der Diskurs soll beim nächstjährigen Besuch der Atlantik-Brücke e.V. fortgesetzt werden.

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung Shanghai statt.



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