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    Begrüßung zum Sommersemester 2026 am CDHK

    Am 12. März fand im CD-Haus die Begrüßungsveranstaltung für die neuen deutschen Studierenden statt. Im Sommersemester 2026 sind insgesamt 24 Studierende aus den Fachbereichen Wirtschaftswissenschaften (20), Maschinenbau (2), Elektrotechnik (1) und Fahrzeugtechnik (1) am CDHK immatrikuliert.

    Dr. Jan Harder, der deutsche Vizedirektor des CDHK, begrüßte die Studierenden und präsentierte die Einrichtung sowie ihre vielfältigen Angebote, mit einem Schwerpunkt auf dem Chinakompetenzprogramm. In einer kurzen Umfrage nannten die Studierenden als Hauptgründe für ihr China-Studium den Wunsch nach Asien- und Chinaerfahrung sowie einen Aufenthalt in Shanghai. Auch Chinesischkenntnisse und das Studium an der Tongji-Universität waren wichtige Entscheidungsfaktoren.

    Im Anschluss trafen die Teilnehmenden ihre chinesischen Buddies – bereits vorab zugeteilte Studierende, die sie bei Fragen zu Studium, Alltag und Unternehmungen unterstützen. Die Neuankömmlinge zeigten sich beeindruckt vom Campusangebot und profitierten von den praktischen Tipps der einheimischen Kommilitonen.



    Chinesisch-Deutsches Studententeam gewinnt mit KI-Kreislaufkonzept für eVTOLs internationalen Preis

    Die Studierenden des Jahrgangs 2025 (mit Teilnehmern der TUM, FAU Erlangen und der Tongji-Universität) haben den 3. Preis im weltweiten KI Studenten Wettbewerb von Altair gewonnen.

    Das Projekt mit dem Titel „KI-gestützte Gestaltung von senkrecht startenden und landenden Elektroflugzeugen (eVTOL) im Einklang mit Ökodesign-Richtlinien“ entstand im Rahmen der vom CDHK organisierten Blockvorlesung „Quality Concepts in Automotive Industries“, die von Prof. Jürgen Grotepass gehalten wurde. Die Lösung demonstrierte, wie Künstliche Intelligenz Entscheidungsprozesse in allen Phasen der Stage-Gate-Prozesse in der Fertigung unterstützen kann – von der Konstruktion über die Entwicklung, den Betrieb und das Recycling bis hin zur Wiederverwendung von Materialien für neue smarte Produkte. Der Einsatz von KI-Tools führte zu geringerem Materialverbrauch und weniger Abfall beim Prototypenbau, verlängerter Flugzeit der Helikopter sowie zur Weiterverwendung (Second Life) von Materialien und Batterien – beispielsweise in Smart Homes, smarten Fahrzeugen oder Energiespeichereinheiten, wie es auch im Batteriepass beschrieben ist. Batteriepässe werden ab 2027 in der EU verpflichtend und sind bereits in mehreren Ländern im Pilotbetrieb. Dieses dynamische digitale Dokument erfasst den gesamten Lebenszyklus der Batterie – von der Nutzung im Fahrzeug bis zur Wieder- und Weiterverwendung.

    Prof. Grotepass verbindet akademische Expertise mit Industrieerfahrung. Neben seiner Gastprofessur an der Tongji-Universität war er zuvor Chief Strategy Officer von Manufacturing Europe bei Huawei in München und beteiligte sich an der Standardisierung von Industrie 4.0. Mit seinem Engagement für eine international vernetzte und wirkungsvolle Ingenieurausbildung motiviert er Studierende, im Luft- und Raumfahrtdesign auf die Verbindung von Geschwindigkeit, Qualität und nachhaltiger Innovation hinzuarbeiten.


    Link:

    https://web.altair.com/global-student-contest-2025

    https://www.bilibili.com/video/BV1z3kfBME2D/?vd_source=266784b0f14f04ca0dbffd2ad2fd2eec



    Chinesisch-Deutscher Karrieretag 2025 an der Tongji-Universität

    Am Nachmittag des 2. Dezember 2025 fand der Chinesisch-Deutsche Karrieretag, gemeinsam veranstaltet von CDHK und CDHAW, auf dem Siping-Campus der Tongji-Universität statt. An der Messe beteiligten sich 24 chinesische und deutsche Unternehmen. Die Unternehmensvertreter tauschten sich mit rund 250 Studierenden aus der Tongji-Universität und aus den umliegenden Hochschulen aus. Vertreter des Deutschen Generalkonsulats in Shanghai, des International Office der Tongji-Universität und der Leitungen von CDHK und CDHAW waren ebenfalls anwesend.

    YIN Wen, Leiter des International Office der Tongji-Universität, begrüßte mehr als 50 Vertreter chinesischer und deutscher Unternehmen im Chinesisch-Deutschen Haus, dem Herzstück der chinesisch-deutschen Kooperation der Universität. Die Veranstaltung zielte darauf ab, den direkten Austausch zwischen Unternehmen und Studierenden mit chinesisch-deutschem Hintergrund zu fördern. Die Veranstaltung bot sowohl eine gezielte Vernetzung von Talenten mit der Wirtschaft als auch ein Schaufenster deutscher Unternehmenskultur und eröffnete neue Kooperationsmöglichkeiten zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

     

    Uwe Koch, Konsul und Leiter des Referats für Wissenschaft und Bildung des Deutschen Generalkonsulats Shanghai, würdigte die historisch gewachsene Kooperation zwischen der Tongji-Universität und deutschen Hochschulen und verwies auf die deutsche Tradition, akademische sowie ingenieurwissenschaftliche Ausbildung stets mit der Praxis zu verbinden. Er begrüßte das starke Engagement der chinesisch-deutschen Unternehmen ausdrücklich und äußerte die Erwartung, dass die Unternehmensvertreter die Gelegenheit zu einem vertieften Austausch mit den exzellenten Studierenden der Tongji-Universität nutzen, um die praktische Zusammenarbeit in den Bereichen Nachwuchsförderung, Wissenschaft, Forschung und Industrie gemeinsam voranzubringen.

    Den Auftakt der Vortragsreihe machte Frau CHEN Lu, Direktorin der Abteilung für HR-Lösungen der AHK Greater China. Sie wies darauf hin, dass der Arbeitsmarkt derzeit von einem Ungleichgewicht zwischen Stellenangebot und Bewerbernachfrage geprägt sei. Vor diesem Hintergrund empfahl sie den Anwesenden, ihre Bewerbungsaktivitäten frühzeitig und initiativ zu planen. Zugleich betonte sie, dass deutsche Unternehmen vielseitige Talente mit interkultureller Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein und Lernagilität besonders schätzen. Im Anschluss vertieften Vertreter von elf chinesischen und deutschen Unternehmen die Diskussion durch Einblicke in Unternehmenswerte und Personalstrategien. Die Themen umfassten Karrierepfade, die Internationalisierung chinesischer Unternehmen, Start-up-Chancen sowie die Arbeitskultur deutscher „Hidden Champions“. Einigkeit bestand darin, dass ideale Kandidaten neben Fachkompetenz insbesondere Growth Mindset, Innovationsorientierung und Teamfähigkeit mitbringen sollten.

      

    Im Rahmen des Austauschs am Messestand kamen Studierende und Unternehmensvertreter intensiv ins Gespräch. Seitens der Unternehmen wurde die fundierte ingenieurwissenschaftliche Ausbildung, die internationale Ausrichtung sowie die ausgeprägten Soft Skills der Tongji-Studierenden besonders hervorgehoben. Diese Qualifikationen würden exzellente Voraussetzungen für den künftigen Berufsweg schaffen. Die teilnehmenden Studierenden schätzten die Veranstaltung als effiziente Austauschplattform ein. Im direkten Gespräch mit den Unternehmen entwickelten die Studierenden ein klareres Bild von den Anforderungen und der Kultur deutscher und chinesischer Arbeitgeber, was ihre persönliche Berufsperspektive konkretisierte.

    Der Chinesisch-Deutsche Karrieretag hat sich als etablierte Veranstaltungsmarke für die Zusammenarbeit zwischen der Tongji-Universität und chinesisch-deutschen Unternehmen etabliert. Die Veranstaltung schafft eine Austauschplattform für Unternehmen und Talente und fördert so eine Win-Win-Kooperation zwischen Hochschulen und Wirtschaft.


    Exkursion nach Nanjing für deutsche Studierende: Den Puls der Geschichte spüren und eine spezielle Form des chinesischen Kulturerbes erleben

    Am 29. und 30. Nov. 2025 unternahmen 21 deutsche Studierende am CDHK eine zweitägige Kulturreise nach Nanjing, um Historie und moderne Dynamik dieser ehrwürdigen Stadt kennenzulernen, die in sechs Dynastien als Hauptstadt diente.

    Der erste Tag standen die historischen Wahrzeichen Nanjings im Mittelpunkt. Die Studierenden besuchten zunächst den Präsidialpalast, wo sie in einer architektonischen Mischung aus chinesischen traditionellen und westlichen Stilen die hundertjährigen Wandlungen der modernen chinesischen Geschichte nachvollziehen konnten. Anschließend spazierten sie am Xuanwu-See und genossen inmitten des herbstlichen Laubs die natürliche Ästhetik der klassischen chinesischen Kaiserpalastgärten. Am Abend bummelten die Studierenden durch das Viertel am Konfuziustempel entlang des Qinhuai-Flusses. Bei einem Besuch des Jiangnan-Examinationshauses (Chinesisches Museum für das kaiserliche Examenswesen) lernten die Studierenden das über tausend Jahre alte Auswahl- und Prüfungssystem für Staatsbeamte im alten China kennen.

    Am zweiten Tag lag der Fokus auf interaktive Erfahrungen. Unter Anleitung einer Fachlehrerin probierten die Studierenden im Viertel Laodongmen die Cloisonné-Technik aus. Dabei zogen sie Kupferdrahtkonturen, mischten Cloisonné-Farbpulver und erlebten so die Feinheit dieser über die Seidenstraße nach China gelangten Kunsttechnik. Am Nachmittag bestiegen sie die Ming-zeitliche Stadtmauer am Zhonghua-Tor, spazierten auf über 600 Jahre alten Ziegeln und blickten auf die Skyline der modernen Stadt, die sich mit historischen Relikten verbindet.

    Die begleitende Lehrkraft resümierte: „Die zwei Tage gleichen einer Zeitreise – ausgehend vom kaiserlichen Examen über die neuzeitliche Geschichte bis hin zum traditionellen Handwerk und monumentaler Architektur. Diese Reise nach Nanjing hat den Studierenden einen facettenreichen Zugang zum Verständnis der chinesischen Kultur eröffnet.“ Die Studierenden hoben hervor, dass sie während des Aufenthalts in Nanjing Geschichte und Kultur Chinas abseits der Theorie unmittelbar erfahren konnten. Diese Erfahrung sei zu einem prägenden Teil ihres Auslandsaufenthalts geworden.



    Einführung in die chinesische Teekultur

    Am 26. November 2025 öffnete das Chinesisch-Deutsche Hochschulkolleg (CDHK) im Rahmen seiner „China-Kompetenz“-Reihe erneut seine Türen für einen Workshop zur chinesischen Teekultur. Als Experte führte Prof. Dr. Volker Heubel vom Philosophischen Institut der Tongji-Universität 18 deutsche Studierende durch das Thema.

    Sein Vortrag verknüpfte historische Entwicklungslinien mit der gesellschaftlichen Rolle des Tees und zeigte dessen prägenden Einfluss auf Handel, Kunst und grenzüberschreitenden Dialog auf. Die Teilnehmenden lernten die bedeutendsten Anbauregionen sowie die sechs klassischen Teesorten kennen – von Grün- und Weißtee über Oolong und Schwarztee bis hin zu dunklem und gelbem Tee – und erfuhren, wie sich deren charakteristische Herstellung in ihrem jeweiligen Aroma niederschlägt. Anhand ikonischer Kunstwerke wie Wen Zhengmings „Bild vom Teetrinken“ erläuterte Heubel zentrale Werte der Teephilosophie: das naturverbundene Ideal der „Einheit von Himmel und Mensch“, die kommunikative Kraft des „Freundschaftsschließens bei einer Tasse Tee“ und den meditativen Weg der „Selbstschärfung im Teeritual“

    Den theoretischen Input rundete eine praktische Vorführung der traditionellen Teezeremonie ab, bei der die Gruppe gemeinsam einen wärmenden Pu-Erh-Tee verkostete. In diesem Rahmen stellte Prof. Heubel das konfuzianische Leitbild der „Klarheit, Aufrichtigkeit, Eleganz und Harmonie“ (清正雅和) vor, das Teepraxis und persönliche Kultivierung untrennbar verbindet. Die gelungene Verbindung von Theorie, Ästhetik und Praxis bot den internationalen Studierenden einen lebendigen Zugang zur geistigen Tradition Chinas.

     


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