CDH-Delegation nimmt an DAAD-Tagung zu Transnationaler Bildung teil

Vom 13. bis 15. April nahm eine Delegation der Chinesisch-Deutschen Hochschule (CDH) der Tongji-Universität, die kürzlich eine umfassende strukturelle Neuausrichtung abgeschlossen hat, an der internationalen Konferenz „Verantwortung und Perspektive: Transnationale Bildungsangebote im internationalen Vergleich“ in Berlin teil. Die Konferenz wurde vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) ausgerichtet. Mehr als 200 Vertreter aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Politik aus über zehn Ländern – darunter Deutschland, Großbritannien, Frankreich, die USA, China und Indien – kamen zusammen, um sich intensiv mit Themen wie geopolitischen Veränderungen, Fachkräftemangel und internationaler Hochschulzusammenarbeit auseinanderzusetzen.

Die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt der Bundesrepublik Deutschland (BMFTR), Dorothee Bär, sowie Staatssekretär Dr. Rolf-Dieter Jungk nahmen an der Konferenz teil. Bär betonte, dass die Welt derzeit sowohl vor tiefgreifenden geopolitischen Veränderungen als auch vor einem zunehmenden globalen Wettbewerb um Talente stehe. Gleichzeitig wachse der Bedarf an hochwertiger Hochschulbildung stetig. Nachhaltige Formen der internationalen Bildungskooperation würden Deutschland und seinen Partnerländern langfristig zugutekommen.

Die Delegation der CDH informierte Dorothee Bär ausführlich über den Aufbau der Chinesisch-Deutschen Hochschule für Angewandte Wissenschaften (CDHAW) sowie des Chinesisch-Deutschen Hochschulkollegs (CDHK) und überreichte ihr feierlich ein Schreiben von Tongji-Parteisekretär ZHENG Qinghua und Tongji-Präsident YANG Jinlong.

Bär würdigte die langjährige Rolle der chinesisch-deutschen Einrichtungen der Tongji-Universität als tragende Säule der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China in Hochschulbildung und Forschung. Zudem erklärte sie ihre Bereitschaft, die Tongji-Universität zu einem geeigneten Zeitpunkt zu besuchen und den Austausch mit Studierenden und Lehrenden zu pflegen.

Im Hauptforum der Konferenz hielt der Direktor International Office zugleich ständige stellvertretende Direktor der CDH, YIN Wen, einen Vortrag mit dem Titel „Chinas transnationale Hochschulbildung: eine systematische Analyse mit Fokus auf das Modell forschungsorientierter Universitäten". Darin skizzierte er systematisch die Entwicklung Chinas als sowohl aufnehmendes als auch anbietendes Land im Bereich der transnationalen Bildung sowie die aktuellen strategischen Ausrichtungen. Der Vortrag stieß bei den internationalen Teilnehmenden auf große Resonanz.

Als deutsche Leuchtturmprojekte der transnationalen Hochschulbildung stellten die CDHAW und das CDHK der Tongji-Universität im Parallelforum I „Aufbau von Alumni-Netzwerken“ Fachbeiträge vor. Die Vizedirektoren Oliver Schirmer (CDHAW) und Jan Harder (CDHK) berichteten über Erfahrungen in der chinesisch-deutschen Ausbildung, im Alumni-Netzwerkmanagement sowie in der Alumni-Förderung. Dabei wurde die Bedeutung der chinesisch-deutschen Bildungskooperation für die Talentförderung sowie den kulturellen und wirtschaftlichen Austausch zwischen beiden Ländern hervorgehoben.

Die zuständigen Verantwortlichen betonten, dass der Besuch das Engagement der Tongji-Universität im chinesisch-deutschen und transnationalen Bildungsbereich unterstreiche und eine Grundlage für die Vertiefung der strategischen Hochschulkooperation sowie den Ausbau gemeinsamer Ausbildungs- und Forschungsprojekte bilde.