Hühnerfüße zum Mittagessen, atemberaubende Skyline, Radeln durch die 25 Mio-Metropole: die Studierenden der TU Berlin-Summer School in Shanghai können von den Besonderheiten Chinas nicht genug bekommen. Gleich in den ersten Tagen der traditionsreichen dreiwöchigen Lehrveranstaltung in der derzeit wohl pulsierendsten Stadt der Welt – Shanghai – , sind die Wirtschaftsingenieure der TUB experimentierfreudig. Land und Leute Chinas mit eigenen Augen kennenlernen, interkulturelle Fähigkeiten und Kenntnisse erweitern, Vorurteile ablegen und das Fremde besser verstehen, das ist Ziel des dreiwöchiges Lehrprogramms in Shanghai. Die zukünftigen Nachwuchs-Führungskräfte lernen am CDHK (Chinesisch-Deutschen Hochschulkolleg) der Tongji-Universität in Shanghai durch täglichen Chinesisch-Sprachunterricht, durch Fach-Vorträge über chinesische Kultur, Politik, Wirtschaft und Geschichte, bei Firmenbesuchen und Exkursionen, sich ihr eigenes Chinabild zu formen.
Shanghai ist nicht China – daher sind auch Ausflüge außerhalb der Mega-City in ländlichere Regionen eingeplant. So wird es an den Wochenenden raus aufs Land und in kleinere Städte Chinas zu Exkursionen in Gärten, Tempel, Landschaften gehen.
Am Ende, so zeigt die Erfahrung, kommen einige der Summer-School-Studierenden zurück nach China, um hier im Rahmen der TUB-Kooperationsprogramme ein Semester zu verbringen, einen einjährigen Aufenthalt mit Doppelabschluss zu absolvieren oder zu arbeiten.
Teilnehmer der TU Berlin Summer School 2017
Konzeption und Leitung: Dr. Sigrun Abels (Leiterin China Center, TU Berlin), Prof. HUANG Guangwei (Dekan Wiwi-Fakultät CDHK), Assistenz: Nils Severin, GE Xiaping, YANG Ruifan
Am 16. September kamen CDHK-Alumni und Mitglieder des Tongji Baden-Württemberg Alumni-Vereins in Stuttgart zusammen. Mehr als 60 Alumni verschiedener Fachrichtungen und Jahrgänge nahmen daran teil, sowie 10 Gäste aus der Industrie.
Anwesend waren unter anderem Prof. Dr. Jochen Wiedemann, Preisträger des Magnolia Silver Awards der Stadt Shanghai und Professor am CDHK und der Universität Stuttgart, Frau Verdugo, Fachabteilungsleiterin der Fahrerassistenzsysteme bei Bosch, Frau Meißle, Personalabteilungsleiterin bei Bosch in Leonberg, Dr. ZHANG Tianguang, Vorstandsmitglied der Chinesischen Gesellschaft für Maschinenwesen und Elektrotechnik in Deutschland e. V. , Dr. CHEN Hengsi, Vorsitzender des Chinesischen Vereins für erneuerbare Energien in Deutschland e.V., Dr. WU Mei, die Expertin für Mergers and Acquisitions (M&A) und Frau HAN Jie, KIT-Koordinatorin Strategische Partnerschaften China, und hielten Vorträge.
Dr. LI Xuyang, der Vorsitzender des Vereins der Tongji-Alumni in Baden-Württemberg, hieß alle zum Treffen willkommen und dankte Bosch sowie dem CDHK für die Unterstützung. Prof. Dr. Wiedemann richtete herzliche Grüße von Dr. Christian Bode, dem ehemaligen Generalsekretär des DAADs und DAAD-Beauftragten für das CDHK, sowie den CDHK-Vizedirektoren, Prof. Dr. WU Zhihong und Herrn Thomas Willems, an alle aus.
Prof. Dr. Wiedemann
Prof. Dr. Wiedemann erinnerte daran, wie er zum CDHK kam: „Ich komme vom Institut für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrwesen der Universität Stuttgart. Vor meiner Universitätszeit habe ich bei der Audi AG in Ingolstadt gearbeitet. Dort lernte ich einen netten Kollegen kennen, und zwar Herrn Dr. WAN Gang, jetzt Professor WAN Gang, den späteren Rektor der Tongji-Universität und Leiter des Ministry of Science and Technology der Zentralregierung in Beijing. Er erklärte mir das CDHK und überzeugte mich, dort eine Blockvorlesung zu halten. Das mache ich nun seit dem Jahre 2002 und bin somit Gastprofessor am CDHK, einer wundervollen Einrichtung, die China und Deutschland zusammenbringt. “
Im Mai wurde der 5. Kooperationsvertrag zwischen dem DAAD und der Tongji Universität unterzeichnet. Prof. Dr. Wiedemann gab noch einen kurzen Überblick zur Situation und zu den Perspektiven des CDHK in den nächsten 5 Jahren. Im nächsten Jahr feiert das CDHK sein 20-jähriges Jubiläum. Die Feierlichkeiten sollen sowohl in Berlin als auch in Shanghai gemeinsam mit den Alumni des CDHK begangen werden.
Das Treffen bestand aus zwei Teilen, Branchen-Austausch auf deutsch am Vormittag und Alumni-Austausch auf chinesisch am Nachmittag.
Dr. LI Xuyang , Projektleiter bei Bosch, hielt einen Vortrag zum Thema „Fahrassistenzsysteme und SW-Entwicklung“. Im Anschluss daran stellte Frau Meißle, Personalabteilungsleiterin bei Bosch in Leonberg, den Standort Leonberg und Einstiegsmöglichkeiten bei Bosch vor. Anschließend besuchten Alumni mit Begleitung von Frau Verdugo einen Versuchsträger mit Fahrassistenzsystemen.
Nach der Mittagspause präsentierte Herr ZHONG Chonglin, CDHK-Alumnus des Jahrgangs 2014 und der Generalsekretär des Vereins der Tongji-Alumni in Baden-Württemberg, den Jahresplan des Vereins.
Dr. ZHANG Tianguang, Dr. CHEN Hengsiund Dr. WU Mei hielten Vorträge über Industrie 4.0 und Roboter mit künstlicher Intelligenz, Energiewende in Deutschland und Mergers and Acquisitions von chinesischen Unternehmen in Deutschland.
Auch Dr. SHI Xiangqian, CDHK-Alumnus des Jahrgangs 2004, stellte das CDHK und die Vorbereitungen zur Gründung des CDHK-Alumni-Vereins in Deutschland vor. Bis zum Jahr 2016 wurden 1449 chinesische Masterstudierende ausgebildet, unter denen 311 Doppel-Masterabschlüsse erhielten und über 100 in Deutschland arbeiten. In Hinblick auf das 20-jährige Jubiläum des CDHK wird der Alumni-Verein in Deutschland gegründet werden.
Im September bekommt das CDHK mit Herrn Thomas Willems einen neuen Vizedirektor und mit Frau Deborah Schlimbach eine neue DAAD-Lektorin. Wir freuen uns schon sehr auf die Zusammenarbeit und möchten Ihnen die beiden nachfolgend kurz vorstellen.
Nach einer Ausbildung zum Industriekaufmann hat Herr Thomas Willems Germanistik, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache in Düsseldorf studiert, am dortigen Schauspielhaus Stücke dramatisiert und für die Süddeutsche Zeitung Theaterkritiken geschrieben. Mit dem DAAD war er ein Jahr als Sprachassistent in Bangkok, drei Jahre als Lektor in Qingdao und sechs Jahre als Lektor an der Fudan Universität in Shanghai, wo er gleichzeitig das DAAD-Informationszentrums leitete. Tätigkeitsschwerpunkte waren u.a. Marketing, PR, Projekt- und Alumni-Arbeit. In den letzten beiden Jahren hat Herr Willems im Auswärtigen Amt die Kultur- und Medienbeziehungen mit Süd- und Ostasien koordiniert: Von der Krisenkommunikation mit Afghanistan bis hin zur Organisation des Deutsch-Chinesischen Jugendaustauschjahrs.
Deborah Schlimbach war fünf Jahre als DAAD-Lektorin an der Chinesisch-Deutschen Technischen Fakultät (CDTF) der Qingdao University of Science and Technology (QUST) in China und zuvor als DAAD-Lektorin an der Staatlichen Universität Woronesch (Russland) tätig. Zuvor studierte sie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Philosophie und Germanistische Sprachwissenschaft und schloss den Zusatzstudiengang Deutsch als Fremdsprache ab. In ihrer langjährigen Tätigkeit arbeitete sie u.a. für das Goethe-Institut in Deutschland und in Dänemark und für das Carl-Duisberg-Centrum in Berlin und Kuala Lumpur. Sie ist außerdem als Bewerterin für TestDaF tätig und hat die Prüferlizenzen für weitere Sprachprüfungen, z.B. Telc C1 Hochschule. In den vergangenen Jahren bereitete sie für ALAPOS Berlin chinesische MINT-Studierende auf die DSH-Prüfung und ein Hochschulstudium in Deutschland vor. Sie freut sich, nun wieder als DAAD-Lektorin nach China zurückzukehren und möchte mit ihrer Tätigkeit am CDHK chinesische Studierende bestmöglich auf ihr Studium in Deutschland vorbereiten.
Am 07.06.2017 besuchte Prof. Dr. Karl Nowak, Präsident des Zentralbereichs Einkauf und Logistik der Robert Bosch GmbH, das CDHK. Die Vorstellung von Prof. Dr. Nowak erfolgte durch den Vizedirektor des CDHK, Dr. Patrick Kühnel.
Prof. Dr. Nowak referierte in der Deutschen Bibliothek zum Thema Digital Transformation of Bosch Supply Chain. Die digitale Transformation ist eines der Fokusthemen von Bosch und Prof. Dr. Nowak gab den zahlreichen Zuhörern Einblicke in die gegenwärtigen Digitalisierungsbestrebungen im Bereich Supply Chain Management bei Bosch. Die Verfügbarkeit von (Echtzeit-) Daten über die gesamte Lieferkette hinweg erhöht die Transparenz und ermöglicht hierdurch eine verbesserte Kooperation zwischen allen Beteiligten. Innovationen und Methoden im Themenfeld der Digitized Supply Chain verbessern nicht nur die Effizienz, sondern auch die Agilität und Widerstandsfähigkeit von globalen Supply Chains.
Der Vortrag stieß auf großes Interesse bei den Studierenden, was insbesondere durch die zahlreichen Fragen zum Ausdruck kam. Sie interessierten sich insbesondere für die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt und potentielle Anwendungsgebiete neuer disruptiver Technologien wie z. B. der Blockchain.
Im regen Austausch mit den Studierendenv.l.n.r.: Prof. WU Zhiqiang, Prof. Karl Nowak und Dr. Patrick Kühnel bei der Überreichung der Ehrenprofessur-Urkunde
Im Anschluss an den gelungenen Vortrag überreichte Prof. Dr. Wu Zhiqiang, Vizepräsident der Tongji-Universität, Herrn Prof. Nowak feierlich die Urkunde zur Ernennung zum Ehrenprofessor der Tongji-Universität.
Der gelungene Event wurde mit einem Mittagsbuffet abgerundet, bei welchem sich Prof. Dr. Nowak in persönlichen Gesprächen weiteren Fragen der Studierenden stellte und mit diesen angeregt diskutierte. Zudem konnten sich die Studierenden am eigens eingerichteten Bosch HR Stand über die vielfältigen Einstiegsmöglichkeiten bei Robert Bosch in China informieren.
Besonderer Dank gilt Prof. Dr. Nowak und der Robert Bosch GmbH für die an diesem Tag gewonnen positiven Einblicke in die Wirtschaftswelt von heute und morgen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Shanghai!
Erste Reihe v.l.n.r.: Prof. HUANG Guanwei, Dr. Patrick Kühnel, Stefan Kegel, Prof. Karl Nowak, Prof. WU Zhiqiang, Prof. WU Zhihong, Michael Giebfried, Prof. DUAN Yongrui
Text: Pascal Wolff, Doktorand am Bosch-Lehrstuhl für Global Supply Chain Management
Die Häfen von Shanghai sind mit einem Umschlag von über 37mio Containern pro Jahr das größte Hafengebiet der Welt. Um den Fluss der riesigen Warenmengen möglichst reibungslos zu garantieren sind standardisierte, effiziente Prozesse eine Grundvoraussetzung. Dies erschwert jedoch die Umsetzung von speziellen, kundenspezifisch zugeschnittenen Logistiklösungen. Unter anderem deswegen wurde die Pilot-Freihandelszone in Shanghai (Shanghai Pilot Free Trade Zone) geschaffen. Sie ist ein besonderes Gebiet in Waigaoqiao, Yangshan und am Pudong Flughafen, in dem innovative Logistikkonzepte ausprobiert werden können.
Um zu sehen welche Möglichkeiten die Freihandelszone bietet und welche Lösungen bereits umgesetzt wurden besuchten die rund 20 chinesischen und deutschen Studierenden der Veranstaltung „Internationales Management“ des Bosch Lehrstuhls für Global Supply Chain Management am 26.05.2017 den Logistikdienstleister SLC in Waigaoqiao.
SLC oder Shanghai Shine-Link International Logistics (上海畅联国际物流股份有限公司), ist ein führender Service Provider, der für viele Fortune 500 Konzerne wie Sony, Caterpillar oder BMW hochqualitative Logistikdienstleistungen anbietet. Der 2001 gegründete Third-Party Logistics Provider (3PL) möchte sich mit seinen ca. 2000 Mitarbeitern weiter zu einem Lean Manufacturing Supply Chain Provider entwickeln.
Während der Exkursion erhielten unsere Studierenden nicht nur einen Einblick in aktuelle Projekte in der Freihandelszone, sondern konnten auch moderne Logistiklösungen basierend auf RFID Technologie sowie die Abwicklung im Warenhaus eines online-Modehändlers mit eigenem Fotostudio erleben.
Studierende der CDHK Vorlesung „Internationales Management“ des Bosch Lehrstuhls für Global Supply Chain Management werden Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile von RFID Technologie in der Logistik begreiflich gemacht
Ein interessanter und spannender Tag, der einmal mehr die Wichtigkeit, aber auch die Herausforderungen der Logistik im Internationalen Management gezeigt hat.Das findet auch Bella Hua, Studentin am CDHK und Hörerin der Veranstaltung „Internationales Management“: „Mir hat die Exkursion viel Spaß gemacht. Besonders hat mir die Besichtigung des Lagerhauses von dem online-Modehändler gefallen. Ich stelle mir vor wie glücklich die Kunden sein werden, wenn sie ihre Produkte auspacken können. Jeder Handgriff hier bedeutet so viel!“
Die Teilnehmer der Exkursion zusammen mit Unternehmensvertretern von SLC (von Links: Zhou, Jessie. Von Rechts: Jojo, Steven (3. von rechts))
Weitere Informationen:
Bosch Lehrstuhl für Global Supply Chain Management (GSCM): http://cdhk.tongji.edu.cn/fakultaeten/wirtschaftswissenschaften/global-supply-chain-management
Neben dem 110 jährigen Jubiläum der Tongji Universität gibt es in diesen Tagen weiteren Anlass zur Freude. Der Bildungsausschuss der Stadt Shanghai hat am 26. Mai das CDHK als Meilenstein in der internationalen Bildungszusammenarbeit ausgezeichnet. Neben dem CDHK erhielt nur noch die Chinesisch-Europäische Industrie- und Handelsschule (CEIBS) der Jiaotong-Universität eine gleichwertige Auszeichnung.
Mit Unterstützung der chinesischen und deutschen Regierung hat sich das CDHK als eine der größten Plattformen in der Bildungs- und Forschungsarbeit zwischen beiden Ländern etabliert. Das CDHK hat sich als hervorragende Bildungseinrichtung für zukünftige Fach- und Führungskräfte in den Bereichen Ingenieurwesen, Technik, Wirtschaft und Finanzen etabliert. Seit fast 20 Jahren bietet das CDHK den Studierenden eine konstante und erstklassige Ausbildung, welche sie auf ihre zukünftige Karriere bestens vorbereitet. Unterstützt wird das CDHK dabei durch starke Partner aus der Wirtschaft, welche Lehrstühle stiften, die Ausstattung verbessern und Praxisnähe schaffen. Die Absolventen des CDHK haben exzellente Berufschancen.
Anlässlich der Deutschen Woche fand am 25. und 26. Mai auf dem Siping Campus der Tongji-Universität der vom CDHK organisierte ALBA BERLIN Tongji Campus Cup 2017 statt. Beim Tongji Cup traten insgesamt sechs Mannschaften, zusammengesetzt aus Männern und Frauen sowie Chinesen und Deutschen, gegeneinander an.
Die Gewinnerteams des Tongji-Cups; am Turnier nahmen um die 100 begeisterte Basketballfans teil.
In diesem Jahr nahmen vier Mannschaften von der Tongji-Universität, darunter zwei vom CDHK, eine von der Technischen Universität Shanghai und eine vom Shanghai-Hamburg-College teil. Die vorderen Plätze waren hart umkämpft, denn neben dem Pokal erhielten die besten Spieler auch ein Training mit dem Vizepräsidenten von ALBA Berlin und Basketball-Europameister Henning Harnisch. Den ersten Platz konnte sich schließlich das Team des Hamburg College erspielen.
Beim Training mit Henning Harnisch (Vizepräsident von ALBA BERLIN, Basketball-Europameister sowie mehrfacher deutscher Meister des Bundesligisten ALBA BERLIN)
Am 26. fand dann das Training mit Henning Harnisch statt. Die teilnehmenden Studierenden erhielten wichtige Tipps und Anleitung zur Verbesserung ihrer Technik sowie Erläuterungen zu taktischen Spielzügen. Auch konnten sie Preise, wie signierte Poster von ALBA BERLIN und Trikots gewinnen, indem sie zum Teil knifflige Deutschland-Fragen von Henning Harnisch beantworteten. Zum Abschluss konnten die Teilnehmer in einem Spiel dem ehemaligen Europameister ihr Können beweisen. Der Tongji Campus Cup und das Training mit Henning Harnisch waren sehr gut besucht, die Stimmung war hervorragend und das Feedback positiv, sodass wir uns bereits auf den Tongji Campus Cup 2018 freuen.
Am Donnerstag, den 25. Mai, organisierte der Bosch-Stiftungslehrstuhl im Rahmen des Kurses „Logistiksysteme“ eine Exkursion an den Brose-Standort in Taicang nahe Shanghai. Vor Ort begrüßte Herr Harely Yu, General Manager des Standortes, die chinesischen und deutschen Exkursionsteilnehmer und betonte die Bedeutung der Logistik für den hochmodernen Fertigungsstandort.
Im Anschluss daran präsentierte Frau Wang Yali, Logistics Manager am Brose-Standort in Taicang, das Unternehmen. Brose ist ein weltweit tätiger Automobilzulieferer mit alleine sieben Fertigungsstandorten in China. Der noch junge Standort Taicang, in dem erst seit Juli 2015 produziert wird, wächst und wird sich in den kommenden Jahren voraussichtlich zum größten Fertigungsstandort des Unternehmens im asiatischen Raum entwickeln. Darüber hinaus erläuterte Frau Wangbereits implementierte und geplante intralogistische Technologien wie z. B. Automatic Guidance Systems (AGV), Self-filling Shelves und Transportation Guidance Systems (TGS).
Nach einer stärkenden Mittagspause in der unternehmenseigenen Kantine wurden die beiden hochmodernen Produktionshallen und das Lagerhaus besichtigt. Ausgestattet mit Sicherheitswesten erhielten die Teilnehmer einen näheren Einblick in die Produktions- und Logistikprozesse am Standort.
Zum Abschluss des Tages stand eine Gruppendiskussion zu zukünftigen Megatrends auf der Tagesordnung. Hierzu präsentierten und diskutierten die Studierenden Ideen zu den Themen „E-Mobility“, „Car-Sharing“ und „Autonomous Driving“.
Am 22. Mai fand im Gebäude des CDHK auf dem Siping Campus der Tongji-Universität das jährliche sogenannte „Kleine Stiftertreffen“ statt. Die Stifterunternehmen spielen als Partner des CDHK neben dem DAAD und der Tongji-Universität eine tragende Rolle. Die Stifter finanzieren mittlerweile 22 Lehrstühle, vergeben Stipendien und sorgen mit der Ausstattung von Vorlesungssälen und Labors für exzellente Studien- und Forschungsbedingungen.
Auf dem Stiftertreffen wurde den teilnehmenden Unternehmen die Möglichkeit gegeben, im direkten Austausch mit dem DAAD Beauftragtem Dr. Bode, dem Vizedirektor des CDHK Dr. Kühnel und den Fachkoordinatoren, ein Feedback bezüglich bereits getroffener Vereinbarungen abzugeben sowie weitere Wünsche und Anliegen zu äußern. Gleichzeitigen nutzen die Stifterunternehmen diese Plattform, um sich untereinander auszutauschen sowie gemeinsame Ideen und Vorschläge zur weiteren Entwicklung des CDHK sowie zur zukünftigen Zusammenarbeit zu diskutieren.
Im Rahmen des diesjährigen Stiftertreffens wurde zudem ein Vortrag von Prof. Dr. Otthein Herzog zum Thema The Digitalization of City Logistics for the City of the Future gehalten. Der Vortrag beschäftigte sich mit dem Komplex der Digitalisierung, mit Mobilitätsfragen in der Stadt der Zukunft sowie den damit zusammenhängenden logistischen Fragestellungen.
Eine Stärke der Tongji Universität ist die traditionell enge Zusammenarbeit mit Deutschland. Nun feiert die Tongji-Universität ihr 110. Jubiläum und eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Im Rahmen dieses Jubiläums fand am Nachmittag des 19. Mai die 8. Sitzung des Lenkungsausschusses der Chinesisch-Deutschen Hochschule (CDH) statt. Der Lenkungsausschuss setzt sich von deutscher Seite aus Vertretern des Auswärtigen Amtes, des BMBF, der DFG, dem DAAD und Vertretern deutscher Universitäten und Fachhochschulen zusammen. Von chinesischer Seite nehmen Vertreter des MoE, des MoFA, des NSFC, des CSC und der Tongji Universität teil. Zudem sitzen vier Wirtschaftvertreter im Lenkungsausschuss (Bosch, Marquardt Switches, Bayer, Schott).
Prof. WU Zhiqiang bei der Erläuterung seiner Zukunftsstrategie für die CDH
In seiner Ansprache betonte Tongji-Präsident Prof. ZHONG Zhihua, Vorsitzender des Lenkungsausschusses, die traditionell starke Verbindung der Tongji zu Deutschland und gab einen kurzen Abriss über die Geschichte der Universität. Die Tongji-Universität sei sich der Bedeutung der Deutschlandkooperationen, insbesondere der CDH, im Kontext ihrer Internationalisierungsstrategie bewusst und werde sie weiterhin stark fördern. Prof. WU Zhiqiang, Direktor der CDH und Vizepräsident der Tongji-Universität, stellte daraufhin seine Zukunftsstrategie für die CDH vor. Die CDH werde sich, angelehnt an die Gesamtstrategie der Tongji, vor allem in den Bereichen Stadt der Zukunft, Industrie 4.0 und nachhaltige Gesellschaft als Innovationstreiber verstehen und Synergien aller deutschlandbezogener Einrichtungen der Tongji in Forschung und Lehre schaffen.
Prof. ZHONG Zhihua und Dr. Dorothea Rüland bei der Vertragsunterzeichnung
Neben dem Rahmenvertrag über die CDH unterzeichneten Präsident Prof. ZHONG Zhihua und Frau Dr. Rüland im Namen der Tongji-Universität und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes den fünften Kooperationsvertrag zur Förderung des Chinesisch-Deutschen Hochschulkollegs (CDHK) an der Tongji-Universität. In diesem Abkommen würdigen beide Seiten die nun fast zwanzigjährige erfolgreiche Zusammenarbeit. Unter anderen richteten sie ihren aufrichtigen Dank an die teilnehmenden Partneruniversitäten, namentlich die TU München, die TU Berlin, die RU Bochum und die TU Braunschweig.
Unterzeichnung der Verlängerungsverträge der ZF Friedrichshafen AG und der Schaeffler Gruppe
Nach Unterzeichnung der Verträge über die CDH und das CDHK wurden in einer feierlichen Zeremonie ein neuer CDHK-Stiftervertrag mit der Firma CONTACT Software abgeschlossen sowie zwei Verlängerungen bestehender CDHK-Stifterverträge unterzeichnet. Die Schaeffler Gruppe und die ZF Friedrichshafen AG haben ihr Engagement somit jeweils um fünf Jahre verlängert. Zudem wurde berichtet, dass in den letzten Monaten weitere vier Stifterverträge verlängert werden konnten (Bayer, Rheinmetall Automotive (KSPG), TÜV SÜD und Infineon).