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    Exkursion nach Nanjing für deutsche Studierende: Den Puls der Geschichte spüren und eine spezielle Form des chinesischen Kulturerbes erleben

    Am 29. und 30. Nov. 2025 unternahmen 21 deutsche Studierende am CDHK eine zweitägige Kulturreise nach Nanjing, um Historie und moderne Dynamik dieser ehrwürdigen Stadt kennenzulernen, die in sechs Dynastien als Hauptstadt diente.

    Der erste Tag standen die historischen Wahrzeichen Nanjings im Mittelpunkt. Die Studierenden besuchten zunächst den Präsidialpalast, wo sie in einer architektonischen Mischung aus chinesischen traditionellen und westlichen Stilen die hundertjährigen Wandlungen der modernen chinesischen Geschichte nachvollziehen konnten. Anschließend spazierten sie am Xuanwu-See und genossen inmitten des herbstlichen Laubs die natürliche Ästhetik der klassischen chinesischen Kaiserpalastgärten. Am Abend bummelten die Studierenden durch das Viertel am Konfuziustempel entlang des Qinhuai-Flusses. Bei einem Besuch des Jiangnan-Examinationshauses (Chinesisches Museum für das kaiserliche Examenswesen) lernten die Studierenden das über tausend Jahre alte Auswahl- und Prüfungssystem für Staatsbeamte im alten China kennen.

    Am zweiten Tag lag der Fokus auf interaktive Erfahrungen. Unter Anleitung einer Fachlehrerin probierten die Studierenden im Viertel Laodongmen die Cloisonné-Technik aus. Dabei zogen sie Kupferdrahtkonturen, mischten Cloisonné-Farbpulver und erlebten so die Feinheit dieser über die Seidenstraße nach China gelangten Kunsttechnik. Am Nachmittag bestiegen sie die Ming-zeitliche Stadtmauer am Zhonghua-Tor, spazierten auf über 600 Jahre alten Ziegeln und blickten auf die Skyline der modernen Stadt, die sich mit historischen Relikten verbindet.

    Die begleitende Lehrkraft resümierte: „Die zwei Tage gleichen einer Zeitreise – ausgehend vom kaiserlichen Examen über die neuzeitliche Geschichte bis hin zum traditionellen Handwerk und monumentaler Architektur. Diese Reise nach Nanjing hat den Studierenden einen facettenreichen Zugang zum Verständnis der chinesischen Kultur eröffnet.“ Die Studierenden hoben hervor, dass sie während des Aufenthalts in Nanjing Geschichte und Kultur Chinas abseits der Theorie unmittelbar erfahren konnten. Diese Erfahrung sei zu einem prägenden Teil ihres Auslandsaufenthalts geworden.



    Einführung in die chinesische Teekultur

    Am 26. November 2025 öffnete das Chinesisch-Deutsche Hochschulkolleg (CDHK) im Rahmen seiner „China-Kompetenz“-Reihe erneut seine Türen für einen Workshop zur chinesischen Teekultur. Als Experte führte Prof. Dr. Volker Heubel vom Philosophischen Institut der Tongji-Universität 18 deutsche Studierende durch das Thema.

    Sein Vortrag verknüpfte historische Entwicklungslinien mit der gesellschaftlichen Rolle des Tees und zeigte dessen prägenden Einfluss auf Handel, Kunst und grenzüberschreitenden Dialog auf. Die Teilnehmenden lernten die bedeutendsten Anbauregionen sowie die sechs klassischen Teesorten kennen – von Grün- und Weißtee über Oolong und Schwarztee bis hin zu dunklem und gelbem Tee – und erfuhren, wie sich deren charakteristische Herstellung in ihrem jeweiligen Aroma niederschlägt. Anhand ikonischer Kunstwerke wie Wen Zhengmings „Bild vom Teetrinken“ erläuterte Heubel zentrale Werte der Teephilosophie: das naturverbundene Ideal der „Einheit von Himmel und Mensch“, die kommunikative Kraft des „Freundschaftsschließens bei einer Tasse Tee“ und den meditativen Weg der „Selbstschärfung im Teeritual“

    Den theoretischen Input rundete eine praktische Vorführung der traditionellen Teezeremonie ab, bei der die Gruppe gemeinsam einen wärmenden Pu-Erh-Tee verkostete. In diesem Rahmen stellte Prof. Heubel das konfuzianische Leitbild der „Klarheit, Aufrichtigkeit, Eleganz und Harmonie“ (清正雅和) vor, das Teepraxis und persönliche Kultivierung untrennbar verbindet. Die gelungene Verbindung von Theorie, Ästhetik und Praxis bot den internationalen Studierenden einen lebendigen Zugang zur geistigen Tradition Chinas.

     


    3. Chinesisch-Deutsche Konferenz für Gemeinsame Forschung und Akademische Innovation und Eröffnung der Deutschen Woche 2025: Chinesisch-Deutscher Dialog in Wissenschaft und Kultur

    Am Vormittag des 16. Oktober 2025 fand an der Tongji-Universität die 3. Chinesisch-Deutsche Konferenz für Gemeinsame Forschung und Akademische Innovation in einem hybriden Format statt. An der Veranstaltung nahmen Prof. LI Xiangning, Vizepräsident der Tongji-Universität, Uwe Koch, Leiter der Abteilung für Kultur und Bildung sowie Vizekonsul des Generalkonsulats der Bundesrepublik Deutschland in Shanghai, und Susanne Otte aus dem DAAD-Referat P21 „Deutsche Studienangebote in Europa, Asien und Zentralasien“ teil. Zu den Anwesenden gehörten Vertreter renommierter chinesischer und deutscher Hochschulen, Forschungsinstitute sowie führender Unternehmen. Studierende des CDHK und Doktoranden des CDDK verfolgten die Veranstaltung in parallelen Unterforen per Livestream.

    Unter dem Thema „Synergetische Innovation und Gemeinsame Ausbildung“ erkundeten die Teilnehmenden neue Wege der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit sowie neue Modelle der Kooperation zwischen Forschung, Lehre, Industrie und Praxis in China und Deutschland. Ziel der Konferenz war es, die bilaterale Zusammenarbeit in den Bereichen Forschungsinnovation und Talentausbildung weiter zu vertiefen.

    Im Rahmen der Konferenz wurde zudem die Deutsche Woche 2025 der Tongji-Universität eröffnet, um den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch zwischen beiden Ländern weiter zu fördern. Die Konferenz wurde von Prof. CAI Liming, Vizedirektor der CDH und des CDHK, moderiert.


    Begrüßungsrede:Neue Chancen der chinesisch-deutschen Zusammenarbeit

    In seiner Ansprache blickte Prof. Dr. LI Xiangning, Vizepräsident der Tongji-Universität, auf die lange Tradition und die zahlreichen Erfolge der deutschlandbezogenen Kooperationen der Universität zurück. Er betonte, dass angesichts des 50. Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen China und der Europäischen Union sowie des Beginns eines neuen Jahrzehnts der umfassenden strategischen Partnerschaft zwischen China und Deutschland die bilaterale wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit weiter intensiviert werden müsse, um den globalen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen. Er stellte dar, dass sich die Tongji-Universität derzeit im Zuge ihrer strategischen Transformation auf Digitalisierung, Intelligenz, Nachhaltigkeit und Interdisziplinarität ausrichte. In diesem Zusammenhang vertiefe die Tongji-Universität kontinuierlich ihre Kooperationen mit Deutschland und fördere die Weiterentwicklung von Plattforminstituten wie dem CDHAW und dem CDHK. Mit Innovation als zentralem Antrieb werde die Tongji-Universität die tiefe Integration von Forschung, Lehre, Industrie und Praxis weiter vorantreiben, zur Förderung des Wohls der Menschheit beitragen und damit ein neues Kapitel der chinesisch-deutschen Zusammenarbeit aufschlagen.


    Uwe Koch, Leiter der Abteilung für Kultur und Bildung sowie Vizekonsul des Generalkonsulats der Bundesrepublik Deutschland in Shanghai, betonte, dass die chinesisch-deutsche Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft und Innovation vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Deglobalisierung ein entscheidender Schlüssel zur Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen der Menschheit sei. Er äußerte die Hoffnung, dass beide Seiten auf der Grundlage gegenseitigen Respekts die Zusammenarbeit in Bildung und Forschung auf hohem Niveau weiter vertiefen werden. Das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Shanghai werde – wie bisher – die gesunde und positive Entwicklung der Partnerschaft zwischen beiden Seiten tatkräftig unterstützen.

    Susanne Otte, Leiterin des DAAD-Referats P21 „Deutsche Studienangebote in Europa, Asien und Zentralasien“, würdigte die Brückenfunktion der Tongji-Universität in der chinesisch-deutschen Bildungskooperation. Sie hob insbesondere hervor, dass das CDHK seit seiner Gründung durch das System der Stiftungslehrstühle die Ressourcen aus Industrie, Wissenschaft und Forschung erfolgreich zusammengeführt habe. An diesem Modell seien Unternehmen wie Infineon, Porsche und Schaeffler beteiligt; mittlerweile treten auch chinesische Unternehmen diesem Kooperationssystem bei. Die Stifter seien zugleich als Mitglieder des Beirats des CDHK in dessen Entwicklungs- und Strategieplanung eingebunden. Das CDHK habe im Bereich der Verzahnung von Bildung und Industrie sowie der Hochschul-Unternehmenskooperation beachtliche Erfolge erzielt und sich zu einem Vorbild der chinesisch-deutschen Zusammenarbeit entwickelt.


    Gemeinsamer Auftakt: Eröffnung der Deutschen Woche

    Als eines der Highlights der Konferenz wurde die Deutsche Woche 2025 an der Tongji-Universität feierlich eröffnet. Gemeinsam enthüllten LI Xiangning, Uwe Koch, Susanne Otte, der geschäftsführende Dekan des National College of Elite Engineers der Tongji-Universität LIU Chun sowie die Vizedirektoren des CDH und des CDHK, TANG Qirong, CAI Liming und Jan Harder, das Emblem der Deutschen Woche 2025. Im Rahmen der Deutschen Woche finden eine Reihe von kulturellen Austauschveranstaltungen, akademischen Diskussionen und Unternehmensbesuchen statt, die den chinesisch-deutschen kulturellen und gesellschaftlichen Austausch sowie das gegenseitige Verständnis weiter vertiefen sollen.

     

    Keynote-Vorträge:Erfahrungen und Erkenntnisse aus der chinesisch-deutschen Zusammenarbeit

    Drei Experten aus China und dem Ausland teilten ihre neuesten Erkenntnisse und Praxiserfahrungen zur internationalen Zusammenarbeit zwischen Forschung, Lehre, Industrie und Praxis.

    Prof. Dr. Peter Ganea, Vizedirektor des Sino-European Center for Innovation Policy and Law der Tongji-Universität, stellte systematisch die Zusammenarbeit der Shanghai International College of Intellectual Property (SICIP) mit führenden deutschen Hochschulen und Unternehmen in den Bereichen gemeinsamer Fachaufbau und Nachwuchsförderung vor. Sein Vortrag konzentrierte sich insbesondere auf sogenannte standardessentielle Patente (SEP) sowie auf Fragen des geistigen Eigentums im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Für die Zukunft kündigte er an, die gemeinsamen Doppelabschlussprogramme sowie die Umsetzung wissenschaftlicher Ergebnisse in die Praxis weiter auszubauen.

    Prof. Dr. MIN Junying, Vizedekan der School of Mechanical Engineering, stellte anhand der gemeinsamen Praxisprojekte mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Ruhr-Universität Bochum (RUB) drei zentrale Kooperationsergebnisse im Bereich der Herstellung von Systemen rund um die Elektromobilität vor. Diese umfassen den technologischen Durchbruch bei der Produktion von Titan-Bipolarplatten, die Entwicklung einer digitalen Zwillingsplattform für Flachdrahtmotoren, wodurch die Inbetriebnahmezeit um 50 % verkürzt werden konnte, sowie die gemeinsame Forschung zu Leichtbau-Batterietechnologien. Zudem wurde der Personalaustausch zwischen chinesischen und deutschen Hochschulen gefördert.

    Ronald Mihala, Management Direktor Forschung & Entwicklung der fischer Gruppe, blickte auf die über zwanzigjährige Kooperation mit der Tongji-Universität zurück, die einen Stiftungslehrstuhl, ein gemeinsames Labor sowie die Einrichtung gemeinsamer Auszeichnungen umfasst. Er betonte, dass angesichts der Herausforderungen im traditionellen Bauwesen die künftige Zusammenarbeit durch duale Berufsausbildung, internationale Praxistrainings und intelligente Kooperation weiter vertieft werden soll, um Innovation und Integration zwischen Industrie, Wissenschaft und Forschung nachhaltig zu fördern.


    Round-Table: Gemeinsame Erschließung neuer Kooperationsfelder

    Beim Round-Table „Shaping Excellence Together: Sino-German Cooperation for Talent Development and Scientific Breakthrough“ nahmen u.a. Prof. Dr. YUAN Yong vom Kolleg für Bauingenieurwesen der Tongji-Universität, Akademiemitglied der Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste, Prof. Dr. Gerhard Rigoll von der Technischen Universität München, SUN Bin, Senior Project Manager bei SAP China, sowie Prof. Dr. ZHOU Quan, Dekanatsassistent der School of Automotive Studies. Die Gäste diskutierten eingehend Themen wie die chinesisch-deutsche gemeinsame Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte, die kooperative Forschung und Innovationsentwicklung sowie Modelle der Hochschul-Unternehmenskooperation. Damit wurden neue Ansätze für künftige engere und umfassendere Zusammenarbeit entwickelt. Der Round-Table wurde von Dr. Jan Harder moderiert.

    Mit Blick auf die Zukunft wird das Chinesisch-Deutsche Hochschulkolleg (CDHK) der Tongji-Universität seine traditionellen Stärken in der Zusammenarbeit mit Deutschland weiter nutzen. Ziel ist es, die breite und tiefgehende Kooperation zwischen China und Deutschland in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Technologie und Kultur voranzutreiben und so einen neuen Beitrag zur internationalen Sichtbarkeit der Tongji-Universität zu leisten.



    27. Sitzung des CDHK-Beirats

    Am 16. Oktober 2025 fand die 27. Sitzung des Beirats des Chinesisch-Deutschen Hochschulkollegs (CDHK) in hybrider Form statt. An der Sitzung nahmen unter anderem Prof. Dr. WU Qidi, ehemalige Vizeministerin des chinesischen Bildungsministeriums, frühere Präsidentin der Tongji-Universität und Vorsitzende des Beirats des CDHK, Prof. Dr. ZHENG Qinghua, Parteisekretär der Tongji-Universität, Herr Uwe Koch, Konsul für Wissenschaft und Bildung des Generalkonsulats der Bundesrepublik Deutschland in Shanghai, sowie Frau Susanne Otte, Leiterin des DAAD-Referats P21 „Deutsche Studienangebote in Europa, Asien und Zentralasien“, teil und hielten Ansprachen. Ebenfalls anwesend waren Tongji-Vizepräsident Prof. LI Xiangning, Vertreterinnen und Vertreter des CDHK-Konsortiums, des Präsidentenbüros, des International Office, des CDHK sowie der sieben chinesisch-deutschen Zentren. Zudem nahmen Vertreter der Stifterunternehmen, darunter AVL, EFORT Intelligent Robotics Co., Ltd., Contact Software, die Fischer Gruppe und Gotion High-Tech, an der Sitzung teil. Beide Seiten tauschten sich über neue Entwicklungsperspektiven des CDHK und über Ansätze zur weiteren Vertiefung der chinesisch-deutschen Zusammenarbeit aus, um neue Impulse für die Kooperation der Tongji-Universität mit Deutschland zu setzen.

    Prof. Dr. WU Qidi erklärte, dass das CDHK seit seiner Gründung eine Brücke für die chinesisch-deutsche Zusammenarbeit und vorbildliche Einrichtung für chinesisch-deutsche Bildungszusammenarbeit darstellt. Gemeinsam mit deutschen Elitenhochschulen und namhaften Unternehmen hat das CDHK den Austausch zwischen China und Deutschland in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur nachhaltig gefördert. Das von der Tongji-Universität entwickelte neue Modell der „AI+“-Fächerentwicklung bietet dem CDHK neue Chancen zur Vertiefung der Zusammenarbeit mit Deutschland. Es wird erwartet, dass das Kolleg seine Kooperationsstrukturen weiter optimiert, mehr hochqualifizierte Führungskräfte ausbildet, weitere innovative Forschungsergebnisse erzielt und so zur hochwertigen Entwicklung der verschiedenen Bereiche der Universität beiträgt

    Prof. Dr. ZHENG Qinghua hob hervor, dass die Zusammenarbeit mit Deutschland ein wesentlicher Bestandteil und ein zentrales strategisches Fundament der Tongji-Universität sei. Seit der Gründung des CDHK vor 27 Jahren habe das Kolleg konsequent den Weg einer international orientierten, kooperativen Hochschulbildung sowie der engen Verknüpfung von Industrie, Wissenschaft, Forschung und Praxis verfolgt. Dabei habe es bemerkenswerte Erfolge in der gemeinsamen Ausbildung qualifizierter Fachkräfte, in der hochrangigen Forschungskooperation und in der Förderung des gegenseitigen Verständnisses im kulturellen Austausch zwischen China und Deutschland erzielt. Die Leistungen des CDHK seien von den Staatsführungen beider Länder anerkannt worden und hätten wesentlich zur Stärkung des internationalen Ansehens der Tongji-Universität beigetragen. Gegenwärtig treibe die Universität die Umsetzung des 15. Fünfjahresplans mit den Schwerpunkten „digitale Intelligenz, grüne Transformation und Integration“ aktiv voran und optimiere zugleich ihre Kooperationsmechanismen mit Deutschland.

    In Zukunft wird sich das CDHK im Zuge seiner Transformation zur eigenständigen Fakultät auf mehrere Schwerpunktbereiche konzentrieren: die Einführung eines eigenständigen Aufnahmesystems, den Aufbau eines Doppelberufungssystems für Lehrkräfte, die Stärkung von Management- und Servicefunktionen, die Vertiefung des fachlichen Aufbaus, die Etablierung eines durchgängigen Ausbildungsmodells für Master- und Promotionsstudierende sowie die weitere Profilierung der deutschen Ausrichtung.  

    Er sprach die Hoffnung aus, dass China und Deutschland ihre Kräfte bündeln und die Zusammenarbeit weiter vertiefen, um mehr Spitzenkräfte für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung beider Länder auszubilden. Zugleich sollen gemeinsam Lösungen für globale Herausforderungen entwickelt und die bilaterale Kooperation in Bildung und Wissenschaft weiter vorangebracht werden.

    Frau Susanne Otte betonte, dass das Chinesisch-Deutsche Hochschulkolleg (CDHK) seit 27 Jahren eine bedeutende Brückenfunktion für den Austausch zwischen China und Deutschland in den Bereichen Bildung, Kultur, Politik und Wirtschaft einnehme. Zwar habe der Studierendenaustausch zwischen beiden Ländern noch nicht vollständig das Niveau vor der Pandemie erreicht, doch sei die Zahl der deutschen Studierenden an der Tongji-Universität in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Der erfolgreiche Abschluss der Spring und Summer Schools des CDHK in diesem Jahr verdeutliche zudem das große Interesse deutscher Studierender an einem Aufenthalt an der Tongji-Universität und in China.  

    Sie äußerte die Erwartung, dass durch bessere Sprachförderung künftig noch mehr chinesische Studierende motiviert werden könnten, nach Deutschland zu gehen und dort ein Doppelabschlussprogramm zu absolvieren. Zugleich appellierte sie an deutsche Unternehmen, sich aktiver an der Weiterentwicklung des Kollegs zu beteiligen, um die Stärke und Strahlkraft der Marke „CDHK“ nachhaltig zu sichern.


    Herr Uwe Koch würdigte den bedeutenden Beitrag des CDHK zur Förderung des Austauschs und der Zusammenarbeit in der chinesisch-deutschen Hochschulbildung. Er betonte, dass es das gemeinsame Ziel beider Länder sei, den Studierendenaustausch so bald wie möglich wieder auf das Niveau vor der Pandemie zu bringen. Er zeigte sich überzeugt, dass durch die gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten eine erfolgreiche Zukunft des CDHK gestaltet und die gesunde sowie stabile Entwicklung der chinesisch-deutschen Beziehungen weiter gefördert werden könne.

    Im Anschluss wurden Dr. TAO Jianbo, Chefingenieur der AVL List GmbH, sowie Dr. Ronald Mihala, Geschäftsführer für Produktion und Technik der Fischer Gruppe, als Vertreter der Wirtschaft in den Beirat des CDHK gewählt.

    Anschließend stellte Herr Ronald Mihala die fischer Gruppe sowie die neu im Jahr eingerichtete „fischer“-Stiftungslehrstuhl vor. Dies ist die erste Stiftungslehrstuhl des CDHK im Bereich Bauingenieurwesen und markiert einen neuen Durchbruch bei der Erweiterung der Fachbereiche dafür.

    Im Berichtsteil präsentierten die Mitglieder des CDHK ihre Arbeitsberichte und Zukunftspläne. Dazu gehörten Prof. Dr. TANG Qirong, Vizedirektor des CDHK und Direktor des Chinesisch-Deutschen Doktorandenkollegs (CDDK), Prof. Dr. CAI Liming, Vizedirektor des CDHK und Direktor des Chinesisch-Deutschen Forschungszentrums, Dr. Jan Harder, Vizedirektor des CDHK, sowie Prof. Dr. LIU Fang, Vizedekanin der School of Civil Engineering und Direktorin des Sino-D-A-CH Research Center for Smart Civil Engineering. Weiterhin berichteten Prof. Dr. WANG Ying, Vizedekanin des College of Environmental Science and Engineering, Prof. Dr. Christopher Ehrmann, Vizedirektor des Chinesisch-Deutschen Zentrums für Maschinenbau, Prof. Dr. YIN Huilin und Prof. Dr. Gerhard Rigoll, Vizdirektoren des Chinesisch-Deutschen Zentrums für Intelligente Systeme, sowie Prof. Dr. HUANG Guanwei und Prof. Dr. Alex Werwatz, Vizdirektoren der Chinesisch-Deutschen Akademie für Wirtschaft und Management. Ergänzt wurde die Runde durch Prof. Dr. DONG Nannan, Vizedirektor des Chinesisch-Deutschen Zentrums für nachhaltige Städte, Prof. Dr. Wolfgang Sunder von der TU Braunschweig und Prof. Dr. XIONG Lu, Dekan der School of Automotive Studies und Direktor des Chinesisch-Deutschen Forschungs- und Entwicklungszentrums für Automobilität. Alle Mitglieder stellten ihre bisherigen Aktivitäten vor und erläuterten ihre Pläne für die zukünftige Entwicklung des CDHK.

    In seiner Schlussrede betonte LI Xiangning, dass das Chinesisch-Deutsche Hochschulkolleg sowie seine einzelnen chinesisch-deutschen Zentren die Zusammenarbeit mit deutschen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und renommierten Unternehmen kontinuierlich stärken. Die Stiftungslehrstühle des CDHK spielten dabei eine zentrale Rolle bei der praktischen Anwendung von Wissen und der Umsetzung von Forschungsergebnissen.

    Die Sitzung habe eindrucksvoll die wichtige Position des CDHK als Plattform für den akademischen Austausch zwischen China und Deutschland gezeigt und zugleich den Konsens sowie die Entschlossenheit aller Beteiligten zur weiteren Vertiefung der Kooperation bestätigt. Li Xiangning unterstrich, dass die Zusammenarbeit mit Deutschland stets ein Kernpunkt der internationalen Kooperationsstrategie der Tongji-Universität sei. Die Universität wolle die Gelegenheit des 15. Fünfjahresplans nutzen, um die weitere Transformation und Aufwertung des CDHK voranzutreiben.

    Er äußerte die Erwartung, dass künftig noch mehr chinesische und deutsche Unternehmen in die Kooperation eingebunden werden, um gemeinsam Innovationen und Durchbrüche zu fördern, hochqualifizierte chinesisch-deutsche Führungskräfte mit internationaler Perspektive auszubilden und weitere Forschungsergebnisse erfolgreich in die Praxis zu überführen.

    Es wurde bekannt, dass das achte chinesisch-deutsche Zentrum des CDHK – das Chinesisch-Deutsche Institut für Internationales Wirtschaftsrecht – am 17. Oktober offiziell eingeweiht wurde. Dies markiert eine weitere Verbesserung der fachlichen Struktur des Kollegs und wird die vertiefte Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland im Bereich Recht und Wirtschaft künftig noch stärker unterstützen.

    Die erfolgreiche Durchführung der Sitzung hat eine klare Richtung für die zukünftige Entwicklung des Chinesisch-Deutschen Hochschulkollegs an der Tongji-Universität aufgezeigt und neue Impulse für die Bildungs- und Wissenschaftskooperation zwischen China und Deutschland gesetzt. Mit Blick auf die Zukunft wird das CDHK seine deutsch-chinesische Kooperation kontinuierlich vertiefen, die Qualität und Bedeutung der „Chinesisch- Deutschen Zusammenarbeit“ weiter steigern und gemeinsam mit Partnern aus beiden Ländern in den Bereichen Talentförderung, Forschung, Innovation und Kulturaustausch auf höherem Niveau und in größerer Tiefe zusammenarbeiten. So leistet das Kolleg einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der umfassenden strategischen Partnerschaft zwischen China und Deutschland und unterstützt zugleich die Tongji-Universität beim weiteren Aufbau als Weltklasse-Universität.



    Hallo CDHK! TU Berlin - Tongji Summer School 2025

    Am 8. September 2025 startete die diesjährige TU Berlin-Tongji Summer School im Chinesisch-Deutschen Haus auf dem Siping-Campus in gespannter und neugieriger Stimmung. Insgesamt 37 internationale Studierende aus den Mitgliedhochschulen des CDHK-Konsortiums (darunter Technische Universität Berlin, Technische Universität München, Ruhr-Universität Bochum, Technische Universität Braunschweig) sowie weiteren deutschen Hochschulen reisen nach Shanghai, um an der dreiwöchigen Summer School teilzunehmen.

    Bei der Eröffnung begrüßten die CDHK-Vizedirektoren Prof. Dr. CAI Liming und Dr. Jan Harder alle Teilnehmer. Prof. CAI Liming betonte, dass diese Veranstaltung nicht nur dem akademischen Austausch diene, sondern vor allem einen tiefgehenden kulturellen Dialog ermögliche. Er ermutigte die Studierenden, während des Aufenthalts mit offenen Augen Land und Leute kennenzulernen und eigene Erfahrungen zu sammeln, um sich ein umfassendes Verständnis für Chinas Politik, Wirtschaft, Bildung und Kultur zu gewinnen und die Vielfalt des Landes zu entdecken.

    Dr. Jan Harder stellte die Entwicklung des CDHK sowie aktuelle Kooperationsprojekte mit deutschen Partnerhochschulen vor. Er betonte die Bedeutung des Austauschs zwischen jungen Menschen aus beiden Ländern und ermutigte die Teilnehmenden, ihre interkulturelle Kompetenz und ihr Verständnis für die chinesische Kultur zu erweitern. Zugleich lud er die Studierenden ein, künftig im Rahmen von Master-und Doktoranden-Doppelabschlussprogrammen des CDHK an die Tongji-Universität zu kommen.

    Im Anschluss stellte Katharina Kloecker, Betreuerin der Summer School, den Studierenden das Programm vor. Das dreiwöchige Angebot umfasst ein vielfältiges Studien- und Austauschprogramm in China mit Vorlesungen zu Themen über chinesische Sprache und Kultur, wirtschaftliche Entwicklung, die Seidenstraße, deutsch-chinesischen Handel, intelligente Fertigung sowie interkulturelle Führungskompetenz. Ergänzt wird dieses Programm durch Unternehmensbesuche bei BASF (China), dem Huawei-Forschungszentrum Shanghai, bei ZF Automotive Technology (Shanghai) und der China International Industry Fair. Kulturelle Exkursionen führen zu bedeutenden Stätten wie dem Westsee in Hangzhou, der antiken Stadt Liangzhu und den UNESCO-Welterbe zählenden Wuyi-Bergen.

     Zudem erkundeten die Studierenden den Campus der Tongji Universität und erhielten Einblicke in die traditionsreiche Geschichte und die enge Verbindung zu Deutschland.

    Die TUB-Tongji Summer School findet in diesem Jahr bereits zum 18. Mal statt. Sie bietet chinesischen und internationalen Studierenden eine Plattform für akademischen Austausch und interkulturelle Begegnung und trägt zur Vertiefung der Freundschaft zwischen jungen Menschen aus beiden Ländern bei. Die Teilnehmenden erhalten direkte Einblicke in die chinesische Hochschullandschaft, aktuelle technologische Entwicklungen und kulturelle Traditionen. Damit erweitern sie ihren internationalen Horizont und sammeln wertvolle Erfahrungen im interkulturellen Austausch. Jährlich nehmen mehr als dreißig internationale Studierende an dem Programm teil. Seit Jahren kehren immer wieder Teilnehmer dieser Sommerschulen für ein weiterführendes Studium an die Tongji Universität zurück. So haben sich allein in diesem Semester drei ehemalige Teilnehmende für ein Master-Doppelabschlussprogramm eingeschrieben, ein weiterer absolviert derzeit ein Austauschsemester in Shanghai.




    Announcement CDHK-Professorship Fischer endowment chair

    The Sino-German Graduate College (CDHK) at Tongji University in Shanghai is seeking for suitable candidates for a professorship that is funded by the Fischer (Taicang) fixing Co.Ltd.and therefore offers attractive conditions for research and education.

    Research field
    Research focus shall be in the field of Civil Engineering.

    Requirements

    • Profound theoretical knowledge and practical experience in the field of Civil Engineering.

    • Broad network within the research community, relevant official institutions and potential users

    • Fluent in Chinese and English, preferably also German

    • Independent, proactive and results-oriented way of working

    • Team player and networker

    Motivation

     If you are interested, please submit the application materials in both Chinese and English (including your resume, copy of academic degree certificate, overview of your research projects and publications, motivation letter, etc.) until 11th of July 2025 to CDHK Secretariat. The motivation letter should show why you are suitable for the position and what ideas you have for the cooperation.

    Looking forward to your application!
    Contact person: Ms. YANG Ruifan
    Email: yrfanny@tongji.edu.cn


    Tasks and Requirements of CDHK Professorship


    Announcement CDHK-Professorship Schaeffler endowment chair

    The Sino-German Graduate College (CDHK) at Tongji University in Shanghai is seeking for suitable candidates for a professorship that is funded by the Schaeffler AGand therefore offers attractive conditions for research and education.

    Research field
    Research focus shall be in the field of Vehicle Engineering.

    Requirements

    • Profound theoretical knowledge and practical experience in the field of Vehicle Engineering.

    • Broad network within the research community, relevant official institutions and potential users

    • Fluent in Chinese and English, preferably also German

    • Independent, proactive and results-oriented way of working

    • Team player and networker

    Motivation
    If you are interested, please submit the application materials in both Chinese and English (including your resume, copy of academic degree certificate, overview of your research projects and publications, motivation letter, etc.) until 11th of July 2025 to CDHK Secretariat. The motivation letter should show why you are suitable for the position and what ideas you have for the cooperation.

    Looking forward to your application!
    Contact person: Ms. YANG Ruifan
    Email: yrfanny@tongji.edu.cn

    Tasks and Requirements of CDHK Professorship







    Einführung in die chinesische Teekultur

    Am 3. Juni 2025 fand im Rahmen des CDHK-Chinakompetenz-Kurses ein Workshop zum Thema „Einführung in die chinesische Teekultur“ statt. Prof. Dr. Volker Heubel, Tee-Experte und Mitglied des Instituts für Philosophie an der Fakultät für Humanwissenschaften der Tongji-Universität, vermittelte einen umfassenden Überblick über die lange Geschichte und tiefen kulturellen Wurzeln der Teekultur in China und Ostasien. Dabei ging er auf deren vielfältige Verbindungen zu Gesellschaft, Wirtschaft und Kunst ein sowie auf ihren Einfluss auf die europäische Kultur.

    Der Vortrag beleuchtete zentrale Aspekte der Teeproduktion, einschließlich der wichtigsten Anbaugebiete in China sowie der sechs klassischen Teesorten – Grüntee, Weißtee, Oolong (blau-grüner Tee), Schwarztee (in China als Roter Tee bezeichnet), Dunkeltee (Pu’erh) und Gelbtee. Jede Sorte zeichnet sich durch spezifische Herstellungsverfahren und sensorische Eigenschaften aus.

    Besonderes Augenmerk galt zudem den spirituellen und materiellen Dimensionen der chinesischen Teekultur. Konzepte wie Harmonie, Selbstreflexion, Respekt gegenüber anderen sowie die enge Verbundenheit mit der Natur wurden durch chinesische Malerei anschaulich dargestellt.

    Zum Schluss hatten die Studierenden die Möglichkeit, sich die traditionelle chinesische Teezubereitung mit elegantem Teegeschirr im Stil der Song-Dynastie anzuschauen und selbst Matcha-Pulver mit einem Bambusbesen im Wasser aufzuschlagen. Dabei konnten die Teilnehmenden die in der chinesischen Teekultur verankerte Ritualität und Konzentration unmittelbar nachempfinden.


    Firmenbesichtigungen im Sommersemester 2025

    Im Rahmen des CDHK-Chinakompetenzkurses „Collaborative Robots in China“ nahmen zehn Studierende am 23. Mai 2025 an zwei Firmenbesichtigungen im Shanghaier Stadtbezirk Minhang teil. Ziel war es, Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Robotik und Automatisierungstechnologien in China zu gewinnen.

    Das erste Unternehmen, JAKA Robotics, wurde 2014 in Shanghai von einer Gruppe Ingenieuren und Robotikexperten gegründet. Es handelt sich um ein junges Hightech-Unternehmen, das sich auf die Entwicklung kollaborativer Roboter und intelligenter Fabriklösungen spezialisiert hat.  

    Im Rahmen der Führung durch Herrn WANG Yuwei, Projektmanager bei JAKA, erhielten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die Demonstrationszone mit verschiedenen Robotermodellen sowie in die Testlabore der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Dr. LI Shunchong, Direktor des JAKA Corporate Research Center und Leiter des F&E-Zentrums, stellte die neueste Generation sogenannter Cobots (kollaborativer Roboter) vor.

    Besonders eindrucksvoll war eine Vorführung an einer Kaffeestation: Zwei Roboterarme imitierten präzise menschliche Bewegungen und servierten kunstvoll zubereiteten Kaffee mit aufgeschäumter Milch in verschiedenen Latte-Art-Motiven. Diese Demonstration verdeutlichte anschaulich das hohe Maß an Präzision und Flexibilität der JAKA-Roboter.

    Anschließend besuchten die Studierenden die chinesische Niederlassung des deutschen Familienunternehmens SCHUNK, das seit 1945 besteht. SCHUNK ist auf Spanntechnik, Greiftechnik und Automatisierungslösungen spezialisiert. Neben einzelnen Hightech-Komponenten bietet das Unternehmen auch integrierte Komplettlösungen für Roboter- und Automatisierungssysteme in unterschiedlichsten Industriezweigen an.

    Dr. Simon Du, General Manager von SCHUNK China, stellte das Unternehmen vor und führte die Gruppe durch den Ausstellungsraum. Dabei erhielten die Studierenden die Möglichkeit, die ausgestellten Maschinen und Technologien selbst auszuprobieren und sich mit praxisnahen Anwendungen vertraut zu machen.

    Am 4. Juni besuchten acht deutsche Studierende das Unternehmen ZF Transmissions Shanghai Co., Ltd. – ein deutsch-chinesisches Joint Venture, das sowohl konventionelle Getriebe für Verbrennungsmotoren als auch neue Modelle für Elektrofahrzeuge herstellt.

    Nach einer kurzen Vorstellung des Unternehmens durch Frau SU Jianjie, Leiterin der Personal- und IT-Abteilung, führte Herr LI Long, Ingenieur bei ZF, die Gruppe durch die Produktionsstätte. In einer auf Deutsch gehaltenen Einführung erläuterte er detailliert die einzelnen Schritte des Getriebeherstellungsprozesses.

    Besonders beeindruckte der umfassende Einsatz von Automated Guided Vehicles (AGV) und kollaborativen Robotern (Cobots). So übernehmen beispielsweise die Fahrzeuge einfache aber körperlich anstrengende Tätigkeiten beim Transport der gefertigten Teile innerhalb der Fertigungslinie, sodass sich die Mitarbeitenden auf Arbeitsbereiche konzentrieren können, die ein hohes Maß an Feingefühl und menschlicher Präzision erfordern. Für ihren hohen Automatisierungsgrad und die innovative Fertigung wurde die Fabrik von der Stadt Shanghai als „Shanghai Smart Factory“ ausgezeichnet.

    Die Besichtigung bei ZF stellte eine sinnvolle Ergänzung zu den vorherigen Besuchen bei den Robotikunternehmen JAKA Robotics und SCHUNK dar. Die Teilnehmenden erhielten praxisnahe Einblicke in unterschiedliche technologische Ansätze und Innovationsstrategien im Bereich der kollaborativen Robotik sowie deren konkrete industrielle Anwendung. Viele Studierende zeigten großes Interesse an den Themen und erkundigten sich vor Ort nach Praktikums- und Karrieremöglichkeiten.


    Vortrag zum Thema „Robotics and AI: from China to the World?”

    Am 20. Mai 2025 hielt Herr Georg Stieler, Managing Director Asia von Stieler Technology & Market Advisory, im Rahmen des CDHK-Chinakompetenzkurses „Collaborative Robots in China“ einen Vortrag zum Thema „Robotics and AI: from China to the World?“. Als ausgewiesener Experte für Chinas Industrielandschaft gab Herr Stieler einen fundierten Überblick über die dynamische Entwicklung der chinesischen Roboterindustrie.

    Herr Stieler verdeutlichte, dass China sich zum weltweit führenden Markt für Roboter entwickelt hat und mittlerweile über 50% der globalen Roboterverkäufe auf sich vereint. Besonders in zukunftsträchtigen Industriesektoren wie der Elektronikfertigung, der Elektromobilität und den erneuerbaren Energien treibe die fortschreitende Automatisierung das Wachstum entscheidend voran. Der Referent betonte, dass chinesische Hersteller durch den Aufbau robuster lokaler Lieferketten, technologische Fortschritte und den Zugang zu einem großen Pool hochqualifizierter Ingenieure in den letzten Jahren international stark aufgeholt hätten. Zusätzlich würden gezielte politische Unterstützungsmaßnahmen und klare strategische Vorgaben der chinesischen Regierung die Innovationsgeschwindigkeit in der Branche deutlich beschleunigen. Diese einzigartigen Rahmenbedingungen ermöglichten es chinesischen Unternehmen zunehmend, auch auf internationaler Ebene wettbewerbsfähig zu agieren.

    Im anschließenden lebhaften Austausch diskutierten die Teilnehmer mit Herrn Stieler weitere Aspekte wie die Rolle deutscher Fachkräfte, unterschiedliche Mentalitäten in der Arbeitskultur sowie konkrete Anwendungsbeispiele in den Bereichen Konstruktion und Landwirtschaft. Für die Moderation der Veranstaltung sorgte Ass. Prof. Dr. Christopher Ehrmann, Vizedirektor des Chinesisch-Deutschen Zentrums für Maschinenbau.

    Diese Veranstaltung wurde gemeinsam von der Chinesisch-Deutschen Hochschule (CDH), dem Chinesisch-Deutschen Hochschulkolleg (CDHK) und dem Chinesisch-Deutschen Fenster (CDF) organisiert und war Teil der Feierlichkeiten zum 118. Jubiläum der Tongji-Universität.


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