Welche Anforderungen stellt ihr an den Arbeitsmarkt? Welche Werte und Traditionen sind euch wichtig? Haben sich Rollenbilder verändert? Findet ihr euch in dieser Bezeichnung, Generation Y, wieder? Diese und andere Fragen beschäftigten die Experten und Gäste am 25. Mai 2016 bei der spannenden Podiumsdiskussion zum Thema „Ab in die Zukunft mit der Generation Y – Ein deutsch-chinesischer Vergleich“.
In kurzen Impulsreferaten stellten zunächst Prof. Dr. Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability der Hochschule Ludwigshafen am Rhein und Frau Kerstin Bund, Journalistin der ZEIT sowie Buchautorin („Glück schlägt Geld – Generation Y: Was wir wirklich wollen“), die Generation Y vor. In den Jahren zwischen 1980 und 1995 geboren, stellt diese Generation die Werte und Einstellungen vorheriger in Frage. Mit neuen Ansichten zu Arbeit, Freizeit, Beziehungen und Konsumverhalten fordert sie die Gesellschaft heraus. Als Charakteristika dieser Generation nannten die beiden Expertinnen u.a., dass sie viel Aufmerksamkeit von Seiten der Eltern („Helikopter-Eltern“) bekomme, schier unendliche Möglichkeiten habe und ständig online sei. Auch die Wertvorstellungen hätten sich verändert. Eigentum spiele keine so große Rolle mehr, „Sharing“ werde immer populärer; eine ausgeglichene Work-Life-Balance stehe im Vordergrund sowie die gefühlte Sinnhaftigkeit der beruflichen Tätigkeit. Flexibilität und Individualität seien dieser Generation wichtig, dies bedeute auch, dass die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr verschwimmt. Durch eine immer älter werdende Gesellschaft und dem damit einhergehenden Mangel an gut qualifizierten Personal, wären die Arbeitgeber immer mehr gezwungen auf die Wünsche und Vorstellungen der Arbeitnehmer dieser Generation einzugehen (Stichworte: Team-Arbeit, flache Hierarchien, Anforderungen an den Führungsstil, Entwicklungsmöglichkeiten, Vereinbarkeit von Beruf und Familie). Zudem fordere die zunehmende Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau Arbeitgeber und Gesellschaft.

Neben den beiden deutschen Expertinnen wurde das Podium durch Prof. YU Hai, Professor für Soziologie an der Fudan-Universität sowie Experte für die Post-80er-Generation in China, und Frau LIU Chang, Studentin der Tongji-Universität und Leiterin der Kulturabteilung der Studentenunion „Chinesisch-Deutsches Fenster“, ergänzt. Die Moderation des Abends erfolgte durch Herrn Stefan Pantekoek, Leiter der FES Shanghai.
In der angeregten Diskussion stellte das vornehmend junge Publikum viele Fragen und äußerte sich zu Themen wie Mobilität, Familie und Karriere. Gerade auch die chinesischen Teilnehmer sprachen die zum Teil schwierige Gradwanderung zwischen den traditionellen Werten der älteren Generationen und ihren eigenen an. Neben vielen Gemeinsamkeiten wurden auch einige Unterschiede zwischen der chinesischen und deutschen Generation Y thematisiert. Prof. YU kritisierte, dass die junge Generation in China, verstärkt durch die Ein-Kind-Politik, zu egozentrisch sei und gesellschaftliches Engagement zum Teil fehle. Frau LIU stellte heraus, dass es noch einen wesentlichen Unterschied gebe: Aufgrund der unterschiedlichen ökonomischen Voraussetzungen, sei die Einstellung zu Arbeit und Gehalt in China noch anders als in Deutschland. Sinnhaftigkeit und persönliche Motivation bei der Jobauswahl stünden noch hinter monetären Interessen zurück. Kontrovers wurde auch das Thema diskutiert, wer die Kindererziehung und -betreuung übernehmen sollte, Vater oder/und Mutter.

Das Interesse der Studierenden und die Aktualität der Thematik zeigte sich anhand der regen Diskussionen und der großen Teilnehmerzahl. Auch nach der Veranstaltung blieben noch viele Studierende, um weiter mit den Experten und untereinander zu diskutieren.
Diese Panel-Diskussion wurde in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Shanghai organisiert. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an die FES, die Experten und die zahlreich erschienenen Gäste und Diskussionsteilnehmer für diesen gelungenen Abend!

Henning Harnisch erinnerte im Gespräch auch daran, dass schon seit 2013 sehr erfolgreich die verschiedensten deutsch-chinesischen Austauschaktivitäten im Rahmen von gemeinsamen Basketballturnieren und Fortbildungen an der Deutschen Schule und an der Tongji-Universität eine große Anzahl von Basketball-interessierten Fans über die Sprache hinaus zusammen um den Sieg auf dem Parkett spielen würden und gerade auch das CDHK 2014 und 2015 als deutsch-chinesisches Team in Universitätsturnieren sehr erfolgreich waren.





Am Donnerstag, den 21. April 2016, fand im Foyer der Deutschen Bibliothek der chinesische Knoten-Workshop für ausländische Studierende statt; und stellte den Auftakt des „A Meeting Across Cultures“ Programms, welches von der Deutschen Bibliothek organisiert wird, dar. Das Ziel des Programms ist es, interkulturelle Kommunikation zu fördern. Über 20 Studierende aus ISA und CDHK haben daran teilgenommen.
Ortslektor/in für Deutsch als Fremdsprache am CDHK und freie Lektoren/innen für das akademische Jahr (September 2016-Juli 2017)
Am Nachmittag des 26. März fand das Alumni-Treffen des CDHK 2016 in der neuen und gemütlichen Deutschen Bibliothek des CDH-Gebäudes statt. Insgesamt kamen ca. 50 Alumni und Studierende des CDHK zu einem regen Austausch zusammen.