Innerhalb von drei Tagen weihten Tongji-Vizepräsident Prof. WU Zhiqiang und DAAD-Generalsekretärin Dr. Dorothea Rüland vier neue Chinesisch-Deutsche Zentren an der Tongji-Universität ein. Bei den neuen Zentren mit den Forschungsschwerpunkten „Künstliche Intelligenz“, „Wirtschaft und Management“, „Automobilität“ und „Maschinenbau“ handelt es sich um gemeinsame Gründungen des CDHK und der jeweiligen Tongji-School. Zielsetzung der Zentren ist: die Zusammenarbeit mit den deutschen Partnerhochschulen in Forschung und Lehre zu intensivieren und hochqualifizierte Fachkräfte mit China- und Deutschland-Kompetenz auszubilden. Jedes Zentrum wird gemeinsam von einem chinesischen und deutschen Vizedirektor geleitet und verfügt über ein Evaluationssystem, das die Ausbildungs- und Forschungsqualität prüfen und weiterentwickeln soll. Am 16. Oktober gründete das CDHK gemeinsam mit dem College of Electronics and Information Engineering (CEIE) das Chinesisch-Deutsche Zentrum für Künstliche Intelligenz. Das Zentrum soll künftig eng mit dem „Shanghai Science and Technology Innovation Center“ und dem „National Joint Laboratory for International Cooperation“ zusammenarbeiten, um die Tongji-Universität landesweit zu einem führenden Zentrum für Künstliche Intelligenz auszubauen.

Am selben Abend fand vor über 100 geladenen Gästen in der School of Economics and Management (SEM) die Einweihung der Chinesisch-Deutschen Akademie für Wirtschaft und Management statt. Die SEM gehört zu den führenden Wirtschaftsfakultäten in China und wurde 2018 im Rahmen der doppelten Exzellenzstrategie von einer Expertenkommission des Ministry of Science and Technology in die höchste Kategorie (A+) evaluiert, womit sie zu den landesweit besten 2% gehört. Darüber hinaus verfügt das gemeinsame EMBA-Programm mit der Universität Mannheim über die selten vergebene Dreifach-Akkreditierung (Triple Crown). Parteisekretär Prof. FANG Shouen hob in seiner Rede hervor, dass in dem Zentrum auch Problemlösungen für chinesische und deutsche Unternehmen entwickelt werden sollten, mit denen sie sich im internationalen Handel konfrontiert sähen.

Am Vormittag des 18. Oktober wurde das Chinesisch-Deutsche Forschungs- und Entwicklungszentrum für Automobilität in Jiading eingeweiht. Das vom CDHK und der School of Automotive Studies (SAS) gegründete Institut wird in enger Kooperation mit der Wirtschaft chinesisch-deutsche Forschungsprojekte im Bereich des autonomen Fahrens, der Konnektivität und der Elektromobilität sowie der Brennstoffzellen-Forschung durchführen. Aufgrund der zahlreichen chinesischen und deutschen Experten sowie der ausgezeichneten Firmenkontakte des CDHK soll das Zentrum zu einem Inkubator für praxisorientierte Forschungsergebnisse werden und wettbewerbsfähige Talente hervorbringen sowie international anerkannte Erfolge erzielen. Einer dieser Erfolge ist das bereits seit Jahren stattfindende „Shanghai-Stuttgart Symposium for Automotive und Powertrain Technology“, an dem auch in diesem Jahr – parallel zur Zentrums-Gründung – mehr als 60 Experten und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland teilnahmen, die sich mit mehr als 200 Lehrenden und Studierenden austauschten.

Am Nachmittag des 18. Oktober weihten Prof. WU Zhiqiang, Frau Dr. Rüland, Prof. Bian, Prof. SHEN Bin, Prof. WU Zhihong und Prof. Abramovici das Chinesisch-Deutsche Zentrum für Maschinenbau ein. In diesem vom CDHK und der School of Mechanical Engineering (SME) gegründeten Institut soll die wissenschaftliche Kooperation zwischen der Tongji-Universität, den TU 9 und der Ruhr Universität Bochum ausgebaut sowie die angewandte Forschung im Bereich Industrie 4.0 intensiviert werden. Ebenfalls im Aufbau befindlich ist ein „Smart Innovation Engineering Center“, dessen Räumlichkeiten gerade eingerichtet wurden und die der Dekan der Maschinenbaufakultät, Prof. Bian, den 60 geladenen Gästen beim anschließenden Rundgang präsentierte.








Zum krönenden Abschluss durften wir als letzten Programmpunkt noch Mandarinen pflücken – und die eine oder andere als Proviant für die Busfahrt nach Hause nehmen. Mit der Fähre fuhren wir im Sonnenuntergang zurück auf das Festland Chinas und von dort zur Tongji- Universität.














Prof. Dr. WU Zhiqiang betonte, dass die Tongji-Universität in seinem Fachbereich Stadtplanung angesichts der globalen Ressourcenknappheit viele bahnbrechende Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung Chinas sowie der ganzen Welt leisten würde. Außerdem habe die Universität Dienstleistungen für afrikanische Länder erbracht und dabei fruchtbare Ergebnisse erzielt. Neben der traditionell starken Kooperation der Tongji-Universität mit Deutschland wurden auch die internationalen Kooperationen mit Frankreich, Italien, Finnland, Spanien und der Europäischen Union sowie den Vereinten Nationen verstärkt. Nachhaltige Fertigung sei ein wichtiger Bestandteil der globalen Entwicklung und erfordere deshalb die Zusammenarbeit aller Parteien. Dabei drückte er auch seine Hoffnung aus, den Austausch und das Verständnis füreinander während der dreitägigen Konferenz zu vertiefen sowie die Forschungsentwicklung der Tongji-Universität im Bereich nachhaltige Fertigung weiter voranzutreiben.
Zu den Keynote-Referenten gehörten Prof. Dr. Seliger, Gründer der Konferenz, Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und ehemaliger Vizepräsident der Technischen Universität Berlin; Prof. Dr. Lauwers der Universität Leuven in Belgien, Mitglied der Internationalen Akademie für Produktionstechnik, Prof. Dr. Kohl, Vizedirektor des IPKs des Frauenhofer-Instituts, Prof. Dr. Jack HU, Akademiker der Chinesischen Akademie für Ingenieurwissenschaft, Akademiker der Amerikanischen Akademie für Ingenieurwissenschaft und Vizepräsident der Universität von Georgia (U.S.A). Weitere international renommierte Professoren waren Prof. Dr. Abramovici, Fachkoordinator der Fakultät für Maschinenbau des Chinesisch-Deutschen Hochschulkollegs und Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften, Prof. Dr. Ishikawa aus Japan und Prof. Dr. Kara aus Australien.











