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    Nachhaltige Mobilität gestalten – Auftakt des TUB/Tongji-Alumni-Seminars am CDHK in Shanghai

    Namos

    Copyright Dr. Annette Erpenstein

    Nachhaltige Mobilität gestalten – oder, was kommt dabei heraus, wenn chinesische und deutsche VerkehrsplanerInnen, StadtplanerInnen, ArchitektInnen, VerkehrsforscherInnen, ÖkonomInnen, SozialwissenschaftlerInnen und ÖkologInnen das globale Thema Mobilität und Stadtentwicklung aufrufen?:

    • sie diskutieren das chinesische Konzept der „ökologischen Zivilisation“,
    • sie fragen sich, wie wir zukünftig leben und unsere Gesellschaften gestalten wollen, und
    • sie überdenken, wie nachhaltig unsere Pläne für die Mobilität von morgen sind.

    Das geht nur interdisziplinär und möglichst global. Und so begrüßte zum Start des einwöchigen Fach-Alumni-Seminars „NAMOS – Nachhaltige Mobilität in der Stadt“ die DAAD-Generalsekretärin, Frau Prof. Dr. Rüland, die Gäste des CDHK der Tongji U und des TUB-China Centers in Shanghai: Deutschland-Alumni aus dem Norden (Beijing), dem Süden (Lanzhou), dem Osten (Qingdao) und dem Westen Chinas (Xinjiang) und WissenschaftlerInnen der TUB, darunter die Professoren O. Schwedes, A. Werwatz, L. Dienel, V. Trommsdorff und S. Abels. Dr. C. Bode (CDH-Beauftrager des DAAD) erinnerte in seinem Grußwort an die Anfänge der urbanen Mobilität in China und Oliver Schwedes erläuterte die Dimensionen der Mobilitätsforschung. Dann ging es hinaus ins Feld – Shanghai zu Fuß, mit der U-Bahn, Fähre und Taxi beim gemeinsamen Stadt-Walk mit Dr. Annette Erpenstein und Fanny Hoffmann-Loss von den Shanghai Flaneuren entdecken.

    Mega City on the move – spannender, lustiger und bewegter kann ein chinesisch-deutscher Mobilitätsworkshop kaum beginnen!


    TU Braunschweig-Tag: Chinesisch-Deutsche Podiumsdiskussion – Zukünftige Stadtplanung und Mobilität

    Kurz nach dem chinesischen und deutschen Nationalfeiertag feierte das Chinesisch-Deutschen Hochschulkolleg sein 20-jähriges Jubiläum an der Tongji-Universität in Shanghai. In den hervorragenden Veranstaltungen zeigte sich, warum das CDHK seit 20 Jahren als akademisches Leuchtturmprojekt Chinas und Deutschlands so erfolgreich ist. Als langjährige Partneruniversität veranstaltete die technische Universität Braunschweig am 14.10.2018 einen Uni-Tag mit vielfältigem Programm sowie Vorträge über die aktuelle Lehre und Forschung.

    Zu Beginn der Veranstaltung gaben der DAAD-Beauftragte des CDHK, Dr. Christian Bode, und der Vize-Präsident des CDHK, Prof. WU Zhihong, in ihren Begrüßungen einen Überblick über die Zusammenarbeit der Tongji-Universität und TU Braunschweig. Im Anschluss berichtete die Präsidentin der TU Braunschweig, Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, in ihrem Eröffnungsvortrag über die erfolgreichen Ergebnisse der engen Universitätspartnerschaft im Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik, Maschinenbau und Architektur. Des Weiteren stellte sie die TU Braunschweig und deren Forschungsschwerpunkte vor.

    Präsidentin Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, Bildnachweis: Wang Xiaoxin
    Präsidentin Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, Bildnachweis: Wang Xiaoxin

    Daran anknüpfend zeigte Herr Prof. Thomas Vietor (Institut für Konstruktionstechnik (IK), Fachkoordinator der CDHK-Fakultät Fahrzeugtechnik und Sprecher des niedersächsischen Forschungszentrums für Fahrzeugtechnik) in seinem Fachvortrag einen Überblick über die Forschungszentren der TU Braunschweig: das niedersächsische Forschungszentrum für Fahrzeugtechnik (NFF), die Open Hybrid LabFactory (OHLF) und die Battery LabFactory (BLB). Dabei zeigte er Perspektiven auf, dass das NFF und das CDHK eine Forschungsplattform im Bereich Stadt der Zukunft und nachhaltige Mobilität aufbauen könnten.

    Fachkoordinator der CDHK-Fakultät Fahrzeugtechnik, Prof. Thomas Vietor, Bildnachweis: Wang Xiaoxin
    Fachkoordinator der CDHK-Fakultät Fahrzeugtechnik, Prof. Thomas Vietor, Bildnachweis: Wang Xiaoxin

    Prof. Dr. Vanessa Miriam Carlow vom Institut für Sustainable Urbanism (ISU) gab in ihrem Forschungsvortrag eine Einführung in das Thema “Stadt der Zukunft“ und einen Einblick in das bewilligte BMBF-Projekt „EAST-CITIES – Establishing and achieving Sustainability Targets in Eastern Chinese Cities“.

    Dekan der CDHK-Fakultät Fahrzeugtechnik, Prof. ZHANG Tong, Bildnachweis: Wang Xiaoxin
    Dekan der CDHK-Fakultät Fahrzeugtechnik, Prof. ZHANG Tong, Bildnachweis: Wang Xiaoxin

    Im letzten Vortrag gab Prof. Zhang Tong, Dekan der CDHK-Fakultät für Fahrzeugtechnik, einen kurzen Überblick über den Status der CDHK-Fakultät Fahrzeugtechnik in Bereich Forschung und Lehre seit 2014.

    Chinesisch-Deutsche Podiumsdiskussion zum Thema „Zukünftige Stadtentwicklung und Mobilität“. v.l: Prof. ZHOU Su, School of Automotive Studies (SAS) der Tongji Universität, Prof. ZHANG Tong, Dekan der CDHK-Fakultät Fahrzeugtechnik, Tongji Universität, Prof. Dr.-Ing. Thomas Vietor, Fachkoordinator der CDHK-Fakultät Fahrzeugtechnik, TU Braunschweig, Prof. Vanessa Miriam Carlow, Head of Institute for Sustainable Urbanism (ISU), TU Braunschweig, Prof. CHEN Yi, School of Automotive Studies (SAS), Tongji Universität und Prof. DONG Nannan, College of Architecture and Urban Planning (CAUP), Tongji Universität. Bildnachweis: Wang Xiaoxin
    Chinesisch-Deutsche Podiumsdiskussion zum Thema „Zukünftige Stadtentwicklung und Mobilität“. v.l: Prof. ZHOU Su, School of Automotive Studies (SAS) der Tongji Universität, Prof. ZHANG Tong, Dekan der CDHK-Fakultät Fahrzeugtechnik, Tongji Universität, Prof. Dr.-Ing. Thomas Vietor, Fachkoordinator der CDHK-Fakultät Fahrzeugtechnik, TU Braunschweig, Prof. Vanessa Miriam Carlow, Head of Institute for Sustainable Urbanism (ISU), TU Braunschweig, Prof. CHEN Yi, School of Automotive Studies (SAS), Tongji Universität und Prof. DONG Nannan, College of Architecture and Urban Planning (CAUP), Tongji Universität. Bildnachweis: Wang Xiaoxin

    Am Ende des TU-Braunschweig-Tages fand eine chinesisch-deutsche Podiumsdiskussion mit Experten zum Thema „Zukünftige Stadtentwicklung und Mobilität“ statt. Themen waren das urbane System in China und Deutschland, die nachhaltige Mobilität in urbanen Regionen sowie die Relation zwischen dem Wachstum der Stadt und dem Ressourcenverbrauch.

    Gruppenfoto der Delegation der TU Braunschweig und die Doppelmaster-Studenten. Bildnachweis: Wang Xiaoxin
    Gruppenfoto der Delegation der TU Braunschweig und die Doppelmaster-Studenten. Bildnachweis: Wang Xiaoxin

    Text: ZHANG Zilong, TU Braunschweig


    Erweiterung des Angebotes für Chinakompetenz im Wintersemester 2018/19

    Die steigende Anzahl deutscher Studierender am CDHK zeigt deutlich, dass die Relevanz von Chinawissen weiter zunimmt – insbesondere auch in Hinblick auf die wachsende Bedeutung Chinas in der Weltpolitik. Dieser Entwicklung entsprechend gewichtet das CDHK den Bereich Chinakompetenz immer stärker und hat zum Wintersemester 2018/19 das Angebot an Lehrveranstaltungen erweitert: In Kooperation mit Wissenschaftlern des Deutschlandforschungszentrums der Tongji-Universität wurden vier Intensivkurse neu konzipiert und umgesetzt, in denen fundiertes Wissen über Chinas Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft vermittelt wird. Die Kurse weisen eine bisher einzigartige Struktur auf. Während chinesische Dozenten den konzeptuellen und inhaltlichen Rahmen vorgeben, werden für rund die Hälfte der Unterrichtseinheiten deutsche Gastdozenten und Vertreter aus der Gesellschaft eingeladen, um den Studierenden möglichst vielseitige Perspektiven auf die jeweiligen Thematiken zu vermitteln. Die Zielgruppe setzt sich sowohl aus deutschen Studierenden, die mehr über das faszinierende Land erfahren möchten, als auch chinesischen Masterstudierenden der Tongji-Universität zusammen, die ihr Wissen über das eigene Land vertiefen. Alle vier Kurse sind stark nachgefragt und haben maximale Teilnehmerzahlen erreicht.

    Ferner hat das CDHK das Angebot für Chinesischsprachkurse erweitert. Neben mehreren Kursen auf Anfängerniveau werden nun auch Fortgeschrittenenkurse und ein Intensivkurs angeboten, der auf die Ablegung der standardisierten Prüfung für Chinesisch (HSK) auf Niveau 3 hinarbeitet.

    Mit dem Ausbau des Bereiches Chinakompetenz verfolgt das CDHK zwei Ziele: Zum einen soll das Begleitstudium für Austausch- und Doppelmasterstudierende bereichert, zum anderen Grundlagen für das Jahrescurriculum „China INTENSIV“ geschaffen werden. Dieses wird neben Fach- und Chinawissen auch Exkursionen und ein dreimonatiges Praktikum umfassen und mit einem Zertifikat abschließen.

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    CSC-Firmenbesichtigung 20. & 21.10. 2018

    Am dritten Oktober-Wochenende wurden 7 Stipendiaten des Chinese Scholar Councils vom CDHK eingeladen an einer zwei-tägigen Exkursion teilzunehmen, um verschiedene  chinesische Firmen zu besichtigen. Am Samstagmorgen um 8 Uhr ging es los. Mit ca. 80 anderen CSC-Stipendiaten von anderen Fakultäten der Tongji Universität fuhren wir im Bus zu COMAC, einem jungen, dynamischen und staatlichen Unternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, Flugzeuge zu bauen um China unabhängiger von Airbus und Boeing zu machen. Die Firma wurde 2008 gegründet und hat bis dato zwei Flugzeugtypen entwickelt. Die erste Maschine, ein Kurzstreckenflugzeug namens ARJ21, kann je nach Ausstattung 70 bis 105 Passagiere fassen und wird seit 2015 geliefert. Ein weiteres Flugzeug ist momentan in Planung, welches ab 2021 vom Band laufen soll und für bis zu 190 Passagiere auf Kurz- und Mittelstrecken eingesetzt werden kann. In der blitzeblanken Präsentationshalle des Unternehmens konnten wir die Innenausstattung eines COMAC Flugzeuges sehen, sowie uns über die Geschichte des Unternehmens informieren. Ein Promotionsfilm im hauseigenen Kinosaal gab uns einen weitläufigen Überblick über das Unternehmen.

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    Nach einem ausführlichen Mittagessen ging es weiter zum Tiefwasserhafen Yangshan 90km südlich von Shanghai. Allein die Fahrt dorthin über die 32,5km lange Brücke der Welt war schon ein Highlight. Die Donghai Daqiao Brücke wurde 2005 gleichzeitig mit dem Hafen eröffnet und hat laut Besucherservice sogar schon einen Taifun der Stärke 4 standgehalten.

    In einem Besucherzentrum wurde uns der Umfang des Hafens mithilfe eines Modells veranschaulicht. Auf einer Länge von 5,6km befinden sich 16 Kais, von denen 6 zu einem vollautomatisierten Bereich gehören, welcher noch weiter ausgebaut wird. Von einem Aussichtspunkt südlich des Hafens hatten wir einen beeindruckenden Ausblick auf die Unmengen an Containern. Von dort oben sieht alles ganz klein aus und die Dimension des Hafens wird einem erst richtig bewusst, wenn man sich die Zahlen vor Augen führt. Im Jahr 2017 wurden durch diesen Hafen 20 Mio. TEU umgesetzt. Das entspricht der Hälfte des Gesamtumschlages der Hafenanlage Shanghais, welche weltweit den höchsten Umschlag verbucht. Das sind knapp 5500 Container allein an diesem Hafen pro Tag!

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    Am Sonntag sollte es eigentlich zu der Firma NIO gehen, was jedoch leider abgesagt werden musste und so stand das Shanghai Urban Planning Exhibition Center auf dem Programm. Das Museum stellt diverse Themen der innerstädtischen Planung vor. Von der historischen Entwicklung über die geologischen Gegebenheiten Shanghai‘s bishin zu aktueller und zukünftiger Stadtmobilität ist alles dabei. Ein Mini-Modell Shanghai’s, welches ein gesamtes Stockwerk einnimmt, war besonders sehenswert. Nach einer zweistündigen Fahrt nach Chongming Island nördlich von Shanghai haben bekamen wir die Möglichkeit, einmal selbst Reis zu ernten oder auch einen Bambuskorb zu flechten. Der ökologische Betrieb stellte uns fleißigen Bienchen die Sicheln zur Verfügung und los ging es. Nach kurzer Zeit war ein Großteil des Feldes abgeerntet und die Reishalme, welche kleinen Versionen von Getreide in Deutschland ähneln, wurden mithilfe einer Maschine von den Reiskörnern getrennt, die nun nur noch getrocknet und geschält werden müssen. Das Korbbinden war für manch einen schon eine größere Herausforderung. So weich und beweglich die Bambushalme zu Beginn sind, so fest und starr werden sie bei zunehmender Flechtung. Dadurch hatten wir am Ende dieses langen und spannenden Wochenendes sogar noch ein kleines Souvenir. Wir bedanken uns herzlich bei dem CSC für die Möglichkeit an der Exkursion teilzunehmen und bei den Organisatoren des International Student Office für die Durchführung!

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    Oona Nülle


    Exkursion nach Ningbo

    Am Freitag, 28.09.2018, und Samstag, 29.09.2018, haben 37 Studenten des CDHKs in Begleitung von Frau LIU Xin die Küstenstadt Ningbo besucht. Ningbo gehört zu der ostchinesischen Provinz Zhejiang und umfasst ca. 5,71 Mio. Einwohner.

    Die Exkursion startete am Freitagmorgen vom Parkplatz der Tongji Universität in Shanghai. Nach einer zwei stündigen Busfahrt erreichte die Gruppe den Hangzhou Bay Wetland Park, der sich im nordwestlichen Ningbo in der Hangzhou Bay New Area befindet. Das Feuchtgebiet bietet aufgrund seiner Landschaft eine Ruhe Oase abseits der Megastädte. Bevor die Gruppe durch den Park spazierte, wurde sich bei einem traditionellen chinesischen Mittagessen gestärkt. Wie so üblich, wurden etliche chinesische Gerichte, unter anderem Hähnchen, Tofu und Garnelen sowie Flusskrebse, serviert, die untereinander geteilt wurden. Dies gibt jedem Studiereden die Möglichkeit neue Köstlichkeiten der chinesischen Küche zu probieren. Das Mittagessen wurde von einer Shaoxing Oper begleitet. Diese Form der Oper ist die zweitbeliebteste Opernform in China und stammt aus dem Jahr 1906 aus der Provinz Zhejiang, in welcher auch Ningbo angesiedelt ist.

    Nach der Stärkung ging es dann durch das Feuchtgebiet, welches sowohl eins von acht regionalen Feuchtgebieten in China ist als auch als Naturschutzgebiet klassifiziert wird. Auf dem Spaziergang durch den Park konnten viele Vögel, wie zum Beispiel Schwäne, Papageien und Pfauen betrachtet werden. Aber auch Tiere, wie beispielsweise Kängurus und Lamas, sind in dem Park beheimatet. Weiterhin wurde der Park als Kulisse für den renommierten chinesischen Film Caught in the Web verwendet. Der Besuch des Parks endete mit einer kleinen Bootsfahrt.

    IMG_3485Nächster Halt war ein klassisches chinesisches Restaurant im Zentrum von Ningbo. Das frühe Abendessen lief ähnlich wie das Mittagessen ab, nur dass die Speisen variierten. Durch die runden Tische konnten sich die Studierenden besser kennenlernen und neue Bekanntschaften schließen. Anschließend ging es weiter zum Ningbo Carnival de Nice. Der Karneval fand vom 28.09.2018 bis zum 03.10.2018 statt und ist ein Event anlässlich des EU – China Tourismus Jahres 2018. Es wurde den 10.000 Zuschauern bei der Eröffnungsfeier, wozu auch die Studierenden des CDHKs zählten, eine atemberaubende Show geboten, die Chinas Offenheit gegenüber anderen Kulturen, in diesem Fall der französischen Kultur, zum Ausdruck bringt. Zu dem großen Erfolg und einzigartigen Erlebnis der Veranstaltungen haben auch die 30 aufwendig gestalteten Festwagen und die mehr als 200 Künstler aus Frankreich, Italien, Ungarn, den Niederlanden und Spanien beigetragen. Man kann sagen, dass der Karneval in Ningbo eine große Konkurrenz zu den deutschen Karnevalveranstaltungen darstellt.

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    Da es für eine Rückfahrt an diesem Abend bereits zu spät war, durften die deutschen Studierende und ihre Begleitung aus dem International Office im Westin Hotel Ningbo übernachten. Die Zimmer baten eine einmalige Aussicht auf die bunt beleuchtet Stadt, sodass an schlafen kaum zu denken war. Nach dem kontinentalen Frühstück am nächsten Morgen ging die Exkursion weiter. Erster Halt war der Tianyi Pavillon – die älteste existierende Bibliothek in China. Sie wurde 1561 während der Ming-Dynastie unter Fan Qin, einem Politiker und Bibiophilen, gegründet. Die Bibliothek ist umgeben von einem wunderschön angelegten Garten, welcher Ruhe und Frieden inmitten der pulsierenden Städte Chinas vermittelt.

    IMG_3595IMG_3637Die verschiedenen kulturellen Aktivitäten wurden mit einem Besuch in Xikou abgerundet. Xikou im Westen von Ningbo ist berühmt für seine buddhistische Kultur und landschaftliche Schönheit. Daher ist es nicht verwunderlich, dass ein übergroßer lächelnder Buddha hier vorzufinden ist. Die Buddha Statue stammt aus jüngster Zeit, zeigt aber den hohen Stellenwert der buddhistischen Religion in China, da der chinesische Buddhismus viel zur chinesischen Kultur beigetragen hat und auch heute noch das Leben vieler Chinesen prägt. Mit vielen neuen Eindrücken ging es letztendlich wieder zurück nach Shanghai.

    Alle in allen war die zweitägige Exkursion nach Ningbo sehr vielfältig gestaltet und jeder der Studierenden konnte seinen Horizont erweitern und weitere tiefere Einblicke in die chinesische Kultur gewinnen. Abschließend wird ein großes Dankeschön an das Tourismusbüro der Stadt Ningbo, Shanghai Daily und International Student Office der Tongji-Universität ausgesprochen, da ohne dieses die Exkursion nicht hätte stattfinden können.

    Text: Denise Boccius


    Study trip to the startup ShaiMi Inc. at “WeWork”

    How does the professional career of post-90s entrepreneurs look like and what are their most valuable recommendations to achieve success? To answer these questions, the Bosch Chair of Global Supply Chain Management organized a field trip to the ShaiMi Inc. office, located inside WeWork, and attended presentations by the two post-90s entrepreneurs Judy Q. Zhu and Lindsey Michelle Williams.

    The class with Chinese and German students of CDHK’s Social Practice course, supervised by Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Christian Pfohl and Johannes Kern, first met at the Sino German house at Tongji University to learn about Judy’s entrepreneurial journey as the founder and CEO of ShaiMi Inc., an international company dedicated to the right of fulfilling education by offering cross-cultural education programs. Judy engaged the group with an interesting discussion about the entrepreneurial spirit, emphasizing the importance of having a creative mindset, taking risks and living out one’s passions on the job. Inspired by Judy’s presentation, some students introduced their own understanding of entrepreneurship and what starting a business means to them. The class highly appreciated and very much enjoyed the opportunity to openly talk to a young and successful business founder.

    My Vacation to Shanghai, China
    My Vacation to Shanghai, China

    After a short bus ride to West Nanjing Road and a subsequent lunch break, our class was welcomed to WeWork’s Weihai Road office by Kathleen, Office Manager at ShaiMi. Founded in 2010, WeWork builds and provides shared office spaces for small businesses and entrepreneurs. While enjoying the signature free coffee at one of WeWork’s cafés, the students asked many questions about the workplace structure and working atmosphere in a shared office. One student was particularly fascinated by the contrast of having a modern interior with stylish furniture and fancy recreational areas inside an old factory building.

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    Shortly after we were led into a meeting room, where Lindsey Michelle Williams, photographer and ShaiMi International Ambassador from Boston, held an inspiring presentation about her journey from academia to pursuing her dream and becoming a renowned, Vogue- and Forbes-published photographer. Our class was joined by several entrepreneurs who work at WeWork’s shared office space to facilitate one-on-one discussions between students and successful entrepreneurs. Lindsey encouraged all of us to think about our most distinctive qualities and how to incorporate them in living out our passion and follow our dreams. After the presentation, one student highlighted that Lindsey is such a great role-model since she has already achieved many of her dreams, despite her young age.

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    Before leaving WeWork to discuss our newly won impressions on the bus ride back to Tongji University, Prof. Pfohl handed over presents to Judy and Lindsey and thanked them for their extensive insights into the careers of young entrepreneurs. A fascinating experience for all of us thanks to ShaiMi and WeWork! (Pictures 1, 2, 5, 6, 7 with courtesy of Lindsey Michelle Williams – lensymichelle.com)

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    Exkursionsbericht Firma Kern-Liebers in Taicang am 10.10.2018

    Am 10. Oktober machte sich eine Delegation des CDHK im Rahmen der Veranstaltung „Social Practice“ auf den Weg in das nordwestlich von Shanghai gelegene Taicang. Die Gruppe bestand aus chinesischen und deutschen Studierenden und wurde von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Christian Pfohl und Johannes Kern geleitet. Nach ca. eineinhalbstündiger Fahrt wurde das Ziel erreicht: Die Firma KERN-LIEBERS (TAICANG) Co., Ltd.

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    Dort wurde die Gruppe von Linda Ge (Operation Director für Kern-Liebers Pieron) und Human Ressource-Managerin Ashley Yu begrüßt. Der erste Weg führte in den Schulungsraum, wo man sich mit bereitgestellten Getränken erfrischen konnte. Johannes Kern stellte zunächst das CDHK vor und betonte dessen wichtige Funktion als Brücke zwischen Deutschland und China, aber auch der Industrie und akademischen Partnern.

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    Anschließend hielt Frau Ge eine Präsentation über den Gastgeber Kern-Liebers. 1888 im Schwarzwald gegründet, begann man zunächst mit der Fertigung von Metallfedern für die Uhrenindustrie. Mittlerweile hat sich die Firma zu einem sogenannten „Hidden Champion“ entwickelt, einem weltweit führenden Unternehmen in einem bestimmten Produktbereich. Federn machen auch heute noch einen wichtigen Teil des Unternehmensportfolios aus, doch mittlerweile werden auch Komponenten für Textilmaschinen und Stanzteile produziert. Der mit Abstand größte Abnehmer ist dabei die Automobilindustrie. Die Firma unterhält mittlerweile weltweit Produktionsstandorte, darunter drei in China. Besonders stolz sein man darauf, dass Kern-Liebers als erste deutsche Firma 1993 in Taicang ein Werk eröffnet hat, diesem Vorbild sind bis heute viele andere deutsche Firmen gefolgt. In der Präsentation wurde außerdem deutlich, dass sehr viel Wert auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter gelegt wird. So wurde beispielsweise ein duales Ausbildungssystem nach deutschem Vorbild implementiert, dass Theorie- und Praxisunterricht verzahnt. Im Anschluss ergab sich die Gelegenheit, Fragen zu stellen, welche auch rege genutzt wurde.

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    Der nächste Programmpunkt war eine Werkführung mit dem Chief Operating Officer (COO) Simon Veit. Er zeigte den Exkursionsteilnehmern die unterschiedlichen Bereiche der Fabrik, darunter z.B. Messräume, Öfen zur Wärmebehandlung oder die Montage. Außerdem bot er weitere Einblicke in die Geschichte von Kern-Liebers in China. Angefangen hatte die Produktion in Taicang mit einer Feder zur Gurtrückführung. Mit diesem Teil ist man mittlerweile Weltmarktführer. Inzwischen kann am Standort aber das ganze Produktportfolio gefertigt werden. Für die Zukunft sei aufgrund der auch in China steigenden Lohnkosten vermehrte Automatisierung geplant.

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    Nach der interessanten und lehrreichen Werkführung bedankte sich Professor Pfohl noch einmal bei der Firma Kern-Liebers für das Ermöglichen dieser Exkursion und überreichte ein Geschenk vom CDHK.

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    Unsere Studenten waren von dem Besuch beeindruckt. „Der Besuch war sehr interessant. Der Präsentationen der Firmenvertreter war sehr gut und informativ und ich habe viel über die verschiedenen Produkte gelernt,“ erklärte eine Studentin. „Ich vertiefe in Management & Finance. Für mich war es das erste Mal, dass ich ein Produktionswerk besuchen konnte. Ich habe viel über das Unternehmen gelernt“ erklärte eine andere. „Es war eine erfrischende Abwechslung zum Sitzen im Unterricht und dem Lernen aus Büchern“ meinte ein dritter.

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    Summer School: Teilnahme an der Konferenz zur effizienten Abwasserbehandlung in der chinesischen Industrie

    Kurz vor Abschluss der diesjährigen TUB/Tongji University-Summer School am Chinesisch-Deutschen Hochschulkolleg (CDHK) in Shanghai nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit wahr, der deutsch-chinesischen Konferenz zur effizienten Abwasserbehandlung in der Industrie in China einen Besuch abzustatten. Die Veranstaltung wurde von der Außenhandelskammer (AHK) Shanghai organisiert und wird vom Bundesumweltministerium (BMU) gefördert. Das vielfältige Programm umfasste informative Vorträge, in denen aus chinesischer wie aus deutscher Perspektive die Herausforderungen des industriellen Abwassermanagements in China skizziert wurden. Die Vorträge von deutschen wie chinesischen ForscherInnen und UnternehmensvertreterInnen erweiterten den Horizont der Studierenden nicht nur in technologischer Hinsicht, sondern auch im Hinblick auf landesspezifische Charakteristika der Abwasserbehandlung in der VR China. Die Veranstaltung fand in einer Podiumsdiskussion ihren Höhepunkt, die einige der deutschen Studierenden moderierten und dazu nutzten, die Expertinnen und Experten gezielt zu befragen. Hierbei war insbesondere das in den Wochen zuvor in Vorträgen, Exkursionen und Unternehmensbesichtigungen angeeignete Wissen über die chinesische Kultur, Politik und Wirtschaft hilfreich. Die aktive Beteiligung der Summer School-Teilnehmenden wurde von den Organisatoren als bereichernd empfunden und hinterließ auch bei den Studierenden bleibenden Eindruck. Die Summer School wird von Dr. Sigrun Abels vom China Center der TU Berlin in Kooperation mit dem CDHK organisiert und findet in diesem Jahr zum 16. Mal statt.

     


    Semestereröffnung WS 2018 am CDHK

    Am 11. September 2018 fand die CDHK-Eröffnungsveranstaltung zum Wintersemester in der Vortragshalle der Deutschen Bibliothek statt. Rund zweihundert neue CDHK-Studierende nahmen an der Feier teil, darunter 97 chinesische Studierende des ersten Jahrgangs und 98 deutsche Austausch- und Doppelmasterstudierende.

    Zunächst hieß Professor Wu Zhihong, der chinesische Vizedirektor des CDHK, die neuen Studierenden herzlichen willkommen und wünschte einen guten Studienbeginn. 2018 sei das 20-jährige Jubiläum des CDHK. In diesem besonderen Jahr werde das CDKH unter der Beteiligung aller als Fenster des chinesisch-deutschen Austauschs noch lebendiger und bunter werden.

    Anschließend begrüßte Thomas Willems, der deutsche Vizedirektor des CDHK, die Studierenden auf Chinesisch mit einem Spruch von Konfuzius: „Wenn ein Freund von weit herkommt, ist das nicht auch eine Freude?“ Er appellierte an die Studierenden, dass es am CDHK nicht nur um Fachwissen gehe, sondern auch um das interkulturelle Verständnis. Es gelte, sich aktiv einzubringen und sich möglichst viel Deutschland- bzw. Chinakompetenz anzueignen.

    Als Vertreter der Lehrenden betonte Professor Shen Bin, Dekan der Fakultät Maschinenbau, dass sich China gegenwärtig in einem atemberaubenden Tempo entwickle und es große Veränderungen gebe. Eine solche Umgebung sei für die Studierenden sowohl eine Chance, zugleich jedoch auch eine große Herausforderung. Die Studierenden des CDHK sollten ehrgeizig sein und sich hohe Ziele setzen. Im Anschluss erzählte Studentenvertreterin Guo Wenjing, Studentin der Fakultät Maschinenbau, von ihrem Weg an das CDHK.

    Bibliothekarin Hua Zhiying stellte zum Schluss die Deutsche Bibliothek vor und gab eine Einführung. Frau Liu Jueye, Mitarbeiterin am CDHK, kündigte die anstehenden Veranstaltungen an. In gelockerter Atmosphäre ließen die Teilnehmer die Veranstaltung auf der Terrasse des CDHK ausklingen.


    TUB/TONGJI-Summer School am CDHK

    Unter der Leitung von Dr. Sigrun Abels vom China Center der TU Berlin fand auch 2018 wieder die  TUB/TONGJI-Summer School 2018 am CDHK in Shanghai statt.  Über drei Wochen hinweg nahmen insgesamt 31 Studierende der TU Berlin, der Ruhr-Universität Bochum, der Hochschule Aschaffenburg und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen an der intensiven Lehrveranstaltung teil und gewannen dabei Einblicke in die chinesische Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur. Hinzu kamen zahlreiche china-spezifische Vorlesungen über Marketing, Logistik, deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen und Geistesgeschichte sowie eine Einführung in die chinesische Sprache. Zur Vertiefung des Erlernten besuchte die Gruppe überdies chinesische und deutsche Unternehmen und unternahm Ausflüge in ländlichere Regionen.

    Die Summer School findet seit über zehn Jahren statt und ist fester Bestandteil des Chinakompetenz-Programms am CDHK.

    Lehrveranstaltungen der TUB/TONGJI-Summer School am CDHK 2018、

    Copyright Dr. Sigrun Abels

    Das Große im Kleinen abbilden: unterwegs mit der TUB/Tongji-Summer School 2018

    Erfahrungsbericht von Leonard Missbach

    In den Straßen Shanghais ergibt sich nach Einbruch der Dunkelheit die Möglichkeit, lokale Speisen von rustikalen Verkaufsständen zu erwerben. Dabei erfreuen sich insbesondere gefüllte Teigfladen besonderer Beliebtheit, die ans Innere eines Holzfasses geklebt und anschließend durch aufsteigende Hitze gebacken werden. Während der TUB-/Tongji-Summer School im September 2018 waren diese Fladen oft meine erste Wahl für eine Abendmahlzeit. Zu meiner Verwunderung wurde mein Bestreben mit Bargeld zu bezahlen mit Unverständnis quittiert – die lokale Kundschaft bevorzugt offenbar die Zahlung via Smartphone. Selbst kleine Straßenstände wickeln ihre Zahlungsgeschäfte im Shanghai des Jahres 2018 offensichtlich mit der Hilfe kleiner QR-Codes ab, mit deren Hilfe der Hungrige den geringen Betrag direkt an die Inhaberin überweist.

    Die Schilderung dieser Situation soll dem Zweck dienen, das Große im Kleinen abzubilden. Das Leben in Shanghai im Speziellen und in China im Allgemeinen birgt viele Momente, in denen Tradition und Moderne, Hochtechnologie und uraltes Wissen, Fortschritt und über hunderte Generationen tradierte Kultur Hand in Hand gehen. Dass ich Zeuge solcher irritierender Merkmale werden konnte, verdanke ich der Teilnahme an dem Summer School-Programm der TU Berlin und der Tongji University in Shanghai, die von Dr. Sigrun Abels vom China Center der TU Berlin in Kooperation mit dem chinesisch- deutschen Hochschulkolleg (CDHK) organisiert und durchgeführt wird. Im Folgenden werde ich auf Ablauf, Organisation und meine persönlichen Erfahrungen eingehen.

    Die dreißig Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden während des dreiwöchigen Zeitraums in einem komfortablen Hotel in Laufdistanz zum opulenten Campus der Tongji Universität untergebracht. Gewöhnlich beinhaltete ein Programmtag zwei Fachvorträge ausgewählter Forscherinnen oder China- Experten, die um einen Sprachkurs ergänzt wurden. Der Geduld und Fürsorge der Chinesisch-Lehrerin Frau Li Li ist es zu verdanken, dass sich die Teilnehmenden mit Grundlagen der chinesischen Sprache vertraut machen konnten. Der Fokus der Lehrveranstaltungen lag auf Übungen zur Aussprache, einfachen Satzbausteinen und Konversationselementen, die für das notwendige Selbstvertrauen sorgten, abseits des Kurses mit Muttersprachlern zu sprechen. Darüber hinaus ist der Sprachkurs insofern als wertvolles Element des Programms zu bezeichnen, als dass den Teilnehmenden deutlich wurde, welche Schwierigkeiten das Aneignen des Chinesischen erfordern würde. Abgesehen von der zentralen Rolle der Intonation chinesischer Silben stellen insbesondere grammatische Strukturen und die optisch ansprechende, wenn doch auf den ersten Blick keinen Regeln gehorchende Schriftsprache Herausforderungen dar, denen sich eine Chinesisch-Lernende zu stellen hätte.

    Zu Beginn des Programms kamen die Teilnehmer, die allesamt einem Studium an deutschen Hochschulen nachgehen, in den Genuss von Initialvorträgen zur chinesischen Kultur, Geistesgeschichte, interkultureller Kompetenz und Geschichte. Vor diesem Hintergrund offenbarte die Einführung in die Sprache ihren besonderen Nutzen, ist doch das chinesische „Denken“ nicht vollständig nachvollziehbar, ohne sich mit den Besonderheiten des Chinesischen auseinanderzusetzen. Das Beschäftigen mit der relationalen, systemischen und umfassenden Art des chinesischen Denkens führte auch außerhalb der Vorträge zu lebhaften Diskussionen, zog dies doch die Reflexion mit der eigenen Art des Denkens nach sich. Weshalb China wurde wie es ist, warum es werden wird, was es werden will und weshalb wir Eigenheiten und Befremdlichem mit Neugier und Respekt begegnen sollten anstatt Vorurteilen zu folgen, wurde in den ersten Vorträgen erörtert.

    Die Vielfalt der Vorträge darf unzweifelhaft als eine große Stärke des Programms bezeichnet werden. Ob Journalist, Diplomat oder Mitarbeiter der Außenhandelskammer – die Vorträge basierten auf langjährigen Erfahrungen in und im Umgang mit China. Dabei gelang es den Vortragenden zumeist, auf die vielen Fragen der StudentInnen einzugehen und die gemeinsame Zeit eher als Dialog denn als Sermon zu gestalten. Die Möglichkeit Fragen zu stellen verschärfte die Auseinandersetzung mit der fremden Kultur und bot die Gelegenheit, eigene Erfahrungen mit den Anwesenden zu teilen.

    Der wirtschafts(ingenieur)wissenschaftliche Hintergrund vieler Studierender kam besonders denjenigen Vorträgen zu Gute, in denen über chinesische Technologiestrategien, Konflikte in deutsch- chinesischen Unternehmen und Eigenheiten des chinesischen Marktes referiert wurde. Die Studierenden erhielten einen bemerkenswert tiefen Einblick in die Unwägbarkeiten eines Markteintritts deutscher Unternehmen in China und eine Erklärung dafür, wie sich die auf den ersten Blick einander gegenüberstehenden Wirtschaftslehren des Kapitalismus und des Sozialismus „made in China“ vereinbaren lassen.

    Darüber hinaus fanden verschiedene Exkursionen statt, die eine willkommene Ergänzung zu den Vorträgen darstellten. Wir besuchten einen Coworking-Space im Herzen Shanghais, statteten Knorr- Bremse, dem führenden Hersteller von Bremssystemen für Schienenfahrzeuge, einen Besuch ab und bekamen dort die Gelegenheit, Entscheidungsträger zu befragen und die Produktionsstätten zu besichtigen. Diese Besichtigungen trugen einen wesentlichen Teil dazu bei, die Gewichtigkeit des chinesischen Absatzmarktes für deutsche Unternehmen einordnen zu können. Dies wurde auch bei der Teilnahme einer deutsch-chinesischen Fachkonferenz zum Thema „Effiziente Abwasserbehandlung in der Volksrepublik China 2018“ eindringlich deutlich, auf der anspruchsvolle technologische Herausforderungen geschildert wurden, aber auch die Gelegenheit bestand, im direkten Dialog über die ökologischen Folgen des einzigartigen chinesischen Wirtschaftswachstums zu diskutieren. Einige Teilnehmer der Summer School übernahmen dabei die Moderation einer Podiumsdiskussion, was als willkommene Gelegenheit empfunden wurde, das Geschehen zu gestalten und eigene Impulse zu setzen.

    Für Abwechslung sorgten die Ausflüge ins Umland von Shanghai. Dabei besuchte die Gruppe gemeinsam das Wasserdorf Zhouzhang, dessen Kanäle, Brücken und Gärten in Erstaunen versetzten. Die Besichtigung historischer Hauskomplexe hochrangiger Beamter wurde durch Dr. Marcus Hernig begleitet, der mit seinen profunden China-Kenntnissen dabei half, das Gesehene einzuordnen. Daran schloss sich ein Aufenthalt in Suzhou an. Von dem „Venedig des Ostens“ hatten die meisten TeilnehmerInnen im Vorfeld nicht gewusst, kamen nun jedoch in den Genuss der Annehmlichkeiten dieser Stadt, in der zehn Millionen Menschen leben. Die Exkursionen legten den Schluss nahe, von Shanghai nicht auf das gesamte China schließen zu dürfen. Bereits in „kleineren“ Städten wie Suzhou wird deutlich, über wie viel Entwicklungspotenzial China verfügt und wie viele Unterschiede zur bekannten europäischen Szenerie nicht nur im Straßenbild zu Tage treten. So bot auch der Ausflug in die Provinz Jiangxi einen wertvollen Kontrast zum hektischen Treiben Shanghais. Die Anreise erfolgte im Schnellzug, dessen Pünktlichkeit und Komfort positiv überraschte. In der Provinz erkundeten wir Kurorte und Bergdörfer, buddhistische Kloster und Naturparks. In Erinnerung bleiben neben der Schönheit chinesischer Bambuswälder und Gebirgslandschaften insbesondere die Herzlichkeit und das Interesse der ChinesInnen, die trotz Sprachbarriere den Kontakt mit der Reisegruppe nicht scheuten.

    Die Ausflüge und die Unternehmensbesuche blieben nicht die einzigen Aktivitäten, die das Programm bereicherten. Zu Beginn der Summer School unternahmen wir eine Bootstour auf dem Huangpu, der die Innenstadt teilt. Die leuchtenden, blinkenden und blitzenden Fassaden der Wolkenkratzer von Pudong zu betrachten war eine berauschende Erfahrung, die jeden Abend Tausende Menschen an die Flussufer lockt. Wir wohnten einer Akrobatikveranstaltung bei und genossen darüber hinaus nicht zuletzt die regelmäßigen gemeinsamen Mahlzeiten, die landestypisch an kreisrunden Tischen stattfanden, in deren Mitte eine Scheibe drehte, auf die verschiedene Gerichte platziert wurden. Zum Abschluss des Programms waren wir es allerdings, die während des Essens kreisten. Im Rahmen der Abschlusszeremonie durften wir im Fernsehturm („Oriental Pearl Tower“) gemeinsam zu Abend essen, während Tische und Stühle in einer Höhe von 260 Metern sich um das Zentrum des Turms bewegten.

    Wir waren überrascht, dass die Summer School so schnell ein Ende fand, zogen die lehrreichen und intensiven Tage doch rasch an uns vorbei. Das mag einerseits dadurch begünstigt worden sein, dass

    wir jeden Tag die Gelegenheit hatten, Neues zu lernen und Erfahrungen mit einer für Viele fremden Kultur zu machen. Andererseits spielt sicherlich eine Rolle, dass Shanghai eine der dynamischsten Städte der Welt ist. Diese Stadt verschlug uns ein ums andere Mal den Atem ob der Rasanz und schieren Größe, mit der wir konfrontiert wurden. Dabei muss erwähnt werden, dass das hektische Leben niemals im Chaos verfängt. Insbesondere der Verkehr, der zu einem erfreulich großen Teil auf Elektrorollern und Leihfahrrädern basiert, aber auch das größte (und modernste) U-Bahn-Netz der Welt umfasst, sorgte bei uns für Erstaunen, hatten wir doch im Vorfeld mit verstopften Straßen und schmutziger Luft gerechnet. Neben den Vorträgen und Exkursionen blieb für uns Teilnehmerinnen und Teilnehmer natürlich auch die Gelegenheit, selbstständig die Stadt zu erkunden. Die vielen Museen, Parks und teilweise noch erhaltenen Stadtviertel, die den futuristischen Wolkenkratzern noch nicht haben weichen müssen, zogen uns in den Abendstunden ebenso in den Bann wie die Möglichkeiten, ungekannte Speisen ausprobieren, sich in den Straßen verlieren oder den Verlockungen des Nachtlebens erliegen. Diese förderten ein angenehmes Klima innerhalb der Gruppe. Auch während der Kurse wurde stets respektvoll und interessiert diskutiert. Wir teilten unser Wissen, versuchten Antworten zu finden und wunderten uns hunderte Male über Shanghai, China und seine BewohnerInnen.

    Ich habe es sehr genossen, vielen Situationen mit Staunen zu begegnen. Eine solche zu schildern habe ich zu Beginn dieses Berichts versucht. Die Zeit in China hat meine Erwartungen übertroffen. Den Kontrast des chinesischen Lebens zum gewöhnlichen Alltag in Deutschland empfand ich als besonders reizvoll. Zuweilen hatte ich das Gefühl, in die Zukunft zu blicken, die von einer Volksrepublik China unzweifelhaft geprägt werden wird, wirtschaftlich und politisch – aber auch kulturell? Tatsächlich kann ich mir vorstellen, dass in zwanzig oder dreißig Jahren Menschen nach China reisen werden wie die historischen Bildungsreisenden nach Italien, um sich mit der eigenen Kultur auseinanderzusetzen. Ein Aufbruch ins Reich der Mitte vermittelt das Gefühl für europäische Werte, Geisteshaltungen und Wesenszüge jedoch vor allem durch den starken Kontrast. Vor dem Aufenthalt in Shanghai habe ich mir nur schwer vorstellen können, wie es sein könnte, einen fundamental anderen Blick auf die Welt einzunehmen. Die Auseinandersetzung – insbesondere in den Vorträgen und Ausflügen – mit der Kultur und Geistesgeschichte Chinas, die dieses Land seit Jahrtausenden prägt, hat dazu beigetragen, meinen eigenen Blick zu schärfen und zu hinterfragen. Dafür bin ich sehr dankbar. Darüber hinaus wurde allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern deutlich, welches ökonomische Schwergewicht hier gedeiht und gerade erst Anlauf nimmt. Das Projekt der „neuen Seidenstraße“ faszinierte viele von uns und als künftige Absolventinnen und Absolventen tun wir gut daran, uns frühzeitig mit China, dem chinesischen Markt und der chinesischen Wirtschaft auseinanderzusetzen. Die Summer School trug auch einen gehörigen Teil dazu bei, gängige Vorurteile abzubauen und einen unverstellten Blick auf dieses faszinierende Land zu gewinnen. Die Summer School der TU Berlin und der Tongji University bietet eine gute Möglichkeit dazu. In jedem Fall möchte ich Interessenten dazu raten, sich für dieses Angebot zu bewerben und die Gelegenheit zu nutzen, sich mit China auseinanderzusetzen.

    Für die Organisation im Vorfeld und vor Ort gebührt den Mitarbeiterinnen des China Centers der TU Berlin und des CDHK großer Dank. Die hervorragende Betreuung von Frau Dr. Abels und Sophie Wohlgemuth ermöglichte vielen Studierenden einen bereichernden September, der nachhaltig in Erinnerung bleibt. Es ist großartig, dass das Angebot der Summer School in Shanghai besteht und ich würde mir wünschen, dass dieses Programm von sämtlichen relevanten Seiten noch mehr Aufmerksamkeit erhält – sei es von Studierenden oder der eigenen Universität. Die Auseinandersetzung mit dem zunächst Fremden ist es, was uns wachsen lässt und ich wünsche mir, dass dieses Angebot noch viele Jahre erfolgreich weitergeführt wird.

    Copyright Leonard Missbach


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